Tilly vs Spock Spezial – Folge 04 – FedCon 2020 & Ideen zum Twitteraufruf

Und schon wieder melden wir uns mit einer Spezialfolge bei Euch! Diesmal etwas ganz Besonderes: einem Twitteraufruf von Blairiode folgend, melden wir uns zu einem ersten Versuch eines Ideenpitches.  Vielleicht ist ja was dabei!

Außerdem haben wir kurzentschlossen eine kleine Stellungnahme zur diesjährigen FedCon abgegeben, denn auch wir beobachten die Szene und wollten dazu gern mal ein eigenes BLutzlicht abgeben. Wer diesen Teil nicht hören möchte, darf weiterspringen in das nächste Kapitel (ca. 17:20 min.), wenn wir wieder den Faden zum Ideenpitch aufnehmen.

Viel Spaß!

2 Gedanken zu „Tilly vs Spock Spezial – Folge 04 – FedCon 2020 & Ideen zum Twitteraufruf“

  1. Hi Anja, Hi Chris!

    Es gibt natürlich viele Charaktere, die in den Serien zu wenig beleuchtet werden. Bei TOS würde ich von der Führungsspitze mit Kirk, Pike, McCoy und Spock weggehen und mich auf Uhura, Sulu, Scotty, Rand oder Chapel konzentrieren. Bei TNG denke ich z.B. an Geordi, der zu blass bleibt und oft nur „dabei“ ist. Nebencharaktere wie Barclay oder Ogawa möchte ich gern wiedersehen. Eine kleine Story um Beverly und Wesley wäre auch toll. Die beiden verbringen in der Serie leider kaum Zeit miteinander. DS9 ist eine große Raumstation, die viel Platz für Nebenstorys bietet. Es gibt die Mannschaftsdienstgrade der Sternenflotte mit Unteroffizieren, Kadetten, Techniker, Sicherheitsleute, Angestellte im Quark‘s… da warten unendlich viele Möglichkeiten darauf, genutzt zu werden! Vielleicht entsteht während eines Großereignisses abseits der Führungsebene eine Romanze zwischen solchen Charakteren, die man bisher nur als Statisten gesehen hat oder alte Freunde treffen sich nach langer Zeit wieder oder irgendwas in der Art.

    Die Serie „Babylon 5“ machte in der Episode „And Now For A Word / 36 Stunden auf Babylon 5“ einen ganz spannenden Kunstgriff: Ein Team von Journalisten besucht die Raumstation und dreht dort eine Reportage. Sie zeichnen dabei die Ereignisse auf und führen Interviews. Wenn es ernst wird und die Offiziere auf ihre Stationen gerufen werden, sperrt man sie aber aus. Als Zuschauer dachte ich mir in diesen Szenen: „Ich möchte jetzt im C&C sein und Sheridan & Co. bei der Arbeit zuschauen, so wie in den anderen Folgen auch!“ Diesen Perspektivwechsel fand ich richtig geil! Bei Star Trek könnte man etwas Ähnliches schreiben. Die Crewmen in den unteren Rängen kriegen ja nur Befehle, haben aber keine Ahnung, wie sie zustande kamen. Da kann es gut sein, dass „der Alte“ mit seinem XO nur kurz die Brücke betritt, sofort mit ihm im Ready Room verschwindet, nach ein paar Minuten zurückkommt und seinem Steuermann eine unerwartete Kursänderung befiehlt. Was die beiden besprochen haben, hat den Steuermann nicht zu interessieren, er soll einfach nur seine Befehle ausführen. Genauso läuft es in den anderen Abteilungen des Schiffes ab, egal ob Maschinenraum, Transporterraum, Krankenstation etc. So sah im Grunde meine Idee für eine neue Serie im Jahr 2017 aus. „Lower Decks“ will das wohl versuchen, aber es ist 1. eine Zeichentrickserie und 2. eine Comedyserie. Eigentlich müsste das doch auch als moderne Drama-Realserie funktionieren!

    Chris, deine Skepsis gegenüber Prequels teile ich! Von einer Serie bzw. einem Serienuniversum wie Star Trek erwarte ich eine WEITERentwicklung und dazu gehört meiner Meinung nach eine Serie, die von den alten Serien aus gesehen in der Zukunft spielt. Ansonsten ist es eine Rückentwicklung. Außerdem wird in Prequels viel zu oft in der Zeitlinie rumgepfuscht, was total unnötig ist und nur Brüche mit den bisherigen Storys erzeugt. Diese Fixierung auf Prequels ist mir sowieso ein Rätsel. Nur weil George Lucas es mit Star Wars vorgemacht hat, müssen alle anderen nachziehen?

    Ja, ich bin ein Traditionalist, darum schätze ich Sebastian Göttling und seinen Podcast sehr. Er meinte in einem Kommentar zu „Data sein Hals“, dass Star Trek seiner Ansicht nach dann am stärksten ist, wenn die Science Fiction-Aspekte in den Hintergrund treten. Dabei bin ich absolut seiner Meinung! Es gibt ja ein paar richtig tolle Story Arcs und Episoden, die zwar Bezüge zur Realität haben, aber eben nicht 100%ig übereinstimmen. Dabei denke ich z.B. an die Gerichtsverhandlungen. „Wem gehört Data?“ habt ihr schon besprochen und einige weitere werden folgen. Diese Episoden kommen logischerweise nicht ganz ohne SciFi aus, aber es geht um Menschen, die zusammensitzen und über ein Problem diskutieren. Das kann auch ein kleines Problem sein.

    LG
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      Ja, mit deiner und der Auffassung von “Data sein Hals” hast du absolut recht! Mit der Sci-Fi wird das Setting bereitet aber getragen werden die Geschichten nicht von den selben, sondern von den Charakteren. Wenn die gut ausgefeilt sind und von allein auf einander losgelassen werden können, ohne dass man sperrig und ungelenk da rumcharakterisieren muss, dann hast du schon gewonnen. Star Trek ist stark bei der Erschaffung solcher Charaktere, da gibt es regelrecht Archetypen, mit denen wunderbare Entwicklungen möglich sind, ohne dass es ein erzwungen Sci-Fi-lastiges Drehbuch geben muss. Die Figuren geben soviel mehr her.
      Aber was die von Blairiode angedachte Kollaboration angeht, bin ich sehr sehr gespannt, wo das hinführt. Bin sehr auf Konzepte gespannt und könnte mir gut vorstellen, wenn gewisse Rahmenbedingungen (quasi eine Mini-Serien-Bibel) feststehen, da auch was zu schreiben. Mache ich ja eh mal ganz gern hin und wieder.
      Mal ne ganz neue Dimension der Kreativarbeit und auch des Podcastens – eine Art Online-RPG auf rein stimmlicher Basis mit einem Riesenpublikum, dass bestimmt auch die Möglichkeit hat, irgendwie Einfluss auf die Geschehnisse zu haben, ein richtiges Community-Ding.
      Hoffe nur, dass dies jemand auch liest, auch wenn es nicht bei Twitter drin ist 😉

      LG
      Chris

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