Tilly vs Spock Spezial – Folge 06 – Newsflash SDCC

4 Gedanken zu „Tilly vs Spock Spezial – Folge 06 – Newsflash SDCC“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Spannendes Special zur SDCC! Ich fragte mich zuerst, wofür die Abkürzung “SDCC” eigentlich steht, aber ich hätte auch selbst drauf kommen können.

    Zu “Discovery”:
    Es freut mich zu hören, dass ihr über Mirror-Georgiou genauso denkt wie ich! Ich mochte Philippa in den ersten beiden Folgen und fand es sehr schade, dass sie so früh sterben musste. Wie gern hätte ich Michael, Philippa und Saru eine Staffel lang kennengelernt und bei ihren Abenteuern begleitet! Georgious Tod hätte dann emotional viel mehr reingehauen. Die USS Shenzhou hat mir auch gefallen, aber sie wurde schon bald zum Schiffswrack degradiert. DSC hat also zu Beginn gleich zwei schöne Aspekte zerstört und dadurch sind ihre Aktien bei mir gesunken. Ich fand den Einstieg darum nicht so gut wie viele andere Zuschauer. In Podcasts wird auch gerne mal gesagt, Michelle Yeoh könne viel besser die böse Imperatorin verkörpern als die nette Sternenflottenoffizierin. Das sehe ich überhaupt nicht so!

    Zu “Strange New Worlds”:
    SUBRAUMNACHRICHT AN KURTZMAN & CO.:
    Liebe Autoren, Produzenten, etc., bitte macht wieder mehr Star Trek!
    ENDE DER NACHRICHT

    Zu “Prodigy”:
    Die Idee einer Clique von Hochbegabten die aus Kindern bekannter Sternenflottenoffiziere besteht, hört sich so ähnlich an wie das Konzept von “Muppet Babies”: Man nehme die Kinder bekannter Charaktere und erzähle mit ihnen kindgerechte Geschichten. Als Kinderserie mag das funktionieren, aber mich wird es wohl nicht interessieren.

    Warum muss eine Serie, die sich an Kinder oder Jugendliche richtet, eigentlich unbedingt einen Cast aus Kindern/Jugendlichen haben? Ist das ein Naturgesetz? Ich wurde im Alter von ca. acht Jahren mit US-amerikanischen Serien der 60er, 70er und 80iger wie “Bezaubernde Jeannie”, “Bonanza”, “Batman”, “The Munsters”, “Das A-Team”, “Magnum P.I.”, “Airwolf” und eben auch “Raumschiff Enterprise” sozialisiert. Außerdem war ich ein großer Godzilla-Fan. Durch die “Was ist Was”-Bücher wusste ich z.B., dass der menschliche Körper Salz und Mineralstoffe zum Überleben braucht und deshalb wirkte der Salzvampir in “Das letzte seiner Art” sehr gruselig auf mich. Ich hatte auch schon eine gewisse Vorstellung davon, was eine Atombombe ist und fand den Anfang von “Krieg der Computer” deshalb sehr spannend. TOS ist zwar keine Kinderserie und war es auch nie, egal wie sehr das ZDF sich bemühte, es durch Schnitt und Synchronisation umzugestalten. Trotzdem schloss ich meinen Helden Spock schon bald in mein Herz! Er war Wissenschaftler und Computerexperte, konnte unheimlich gut rechnen, Probleme logisch durchdenken und Lösungen finden.

    Weil wir aber das Jahr 2020 schreiben, können sich Kinder auf keinen Fall mit erwachsenen Charakteren identifizieren und darum MUSS eine Serie, die von Kindern angeschaut werden soll, auch speziell auf Kinder ausgerichtet sein! Ansonsten verstehen die “Kleinen” ja gar nicht, worum es da eigentlich geht und das wäre voll doof. Es gab in der Menschheitsgeschichte auch noch nie ein Kind, das einen erwachsenen Charakter super fand. Figuren wie Hercule Poirot, Jane Marple, Sherlock Holmes, Jackie Chan, Bruce Wayne, Clark Kent, Tony Stark, Peter Parker, Wolverine, B.A. Baracus, H. M. “Howling Mad” Murdock, Luke Skywalker, Leia Organa, Han Solo, Indiana Jones, Terence Hill und Bud Spencer sind schließlich Ausnahmen, die sich auf gar keinen Fall verallgemeinern lassen! Ein Kind hört ja auch nicht aufmerksam und gespannt zu, wenn in einer SciFi-Serie der Planet Rigel VII erwähnt wird und guckt anschließend im Sternenatlas nach, ob es dort vielleicht einen Stern mit dem Namen “Rigel” findet. Nein, so etwas ist vollkommen unmöglich!

    Ihr seht schon, dass ich dem Konzept dieser Serie ziemlich kritisch gegenüberstehe. Wem’s gefällt, darf es sich natürlich gerne ansehen. Eventuell werde ich mal reinschauen, aber sie hat bei mir keine Priorität.

    Zu “Lower Decks”:
    Ich habe mir den Trailer angesehen und er hat mich nicht mitgerissen. Ich möchte mir die Serie gern ansehen, aber Aspekte wie Charaktere und Story, die für mich bei den früheren Star Trek-Serien im Vordergrund standen, könnten hier weniger ins Gewicht fallen. Ich hoffe, dass die “Tropen” (nicht die Klimazone, sondern Themen wie die Badmirals, der Planet der Woche oder Aliens, die uns erstaunlich ähnlich sehen) aufs Korn genommen werden. Das Fandom lässt sich, wenn es geschickt gemacht wird, sicherlich auch gut durch den Kakao ziehen. Ich bin jedoch skeptisch was die Ausrichtung als Comedy-Serie angeht. “Rick and Morty” kenne ich nur vom Hörensagen, aber “Futurama” funktioniert u.a. deshalb so gut, weil es in einem SciFi-Universum spielt, das gezielt das Genre mit seinen Serien, Filmen, Comics usw. parodiert oder soziale/politische Themen satirisch überspitzt darstellt. Ob Star Trek das genauso gut oder besser kann muss sich erst noch zeigen. Wie ihr sagt muss es auch ernste Themen und Szenen geben, die mich ansprechen. Abwarten und Earl Grey trinken!

    Zu den Kinofilmen:
    Ich habe eine etwas andere Meinung als ihr. Ja, Star Trek war schon immer ein Serien-Universum und die Filme sind im Wesentlichen eine Dreingabe, die mehr oder weniger unabhängig von den Serien funktionieren. An Star Trek I bis Star Trek IV habe ich einiges zu kritisieren und das habt ihr in meinen Kommentaren auch schon gelesen. Trotzdem gelang es diesen vier Filmen zwischen 1979 und 1986 eine Revitalisierung des Franchise, so dass 1987 TNG starten konnte. Einige Aspekte aus den Filmen wurden in die neue Serie übernommen, z.B. die Intro-Musik von Jerry Goldsmith, das Design der Klingonen und Raumschiffmodelle. Die Filme hatten für die Serie also durchaus eine Bedeutung. Datas Tod in Star Trek X finde ich zwar schlimm, aber in PIC wird (wenn auch auf unbefriedigende Weise) damit gearbeitet. Die drei Filme in der Kelvin-Zeitlinie haben mir größteils nicht gefallen, u.a. weil es in diesem Paralleluniversum keine Serie mit den Film-Charakteren gibt und die Filme darum abgekoppelt “in der Luft hängen”. Bis auf Spock und die romulanische Supernova stehen sie für sich. Die Umstände der Supernova wurden außerdem bis heute nicht erklärt! Die Entwicklung von Sternen läuft in Zeiträumen von Millionen und Milliarden von Jahren ab. Wie kann es sein, dass die hochtechnisierten Romulaner von heute auf morgen durch eine Supernova bedroht werden? Warum haben ihre Wissenschaftler das nicht vorhergesehen, warum wurden keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen?

    Ich empfehle jeder Person, die sich für Star Trek interessiert, auch die Filme und halte sie (in unterschiedlichem Maße) für sehenswert. Brauchen wir NEUE Filme? Ich denke nicht, weil die vielen neuen Serien jetzt erst mal genug “Futter” zum Anschauen und diskutieren bieten. Eine Wiederbelebung wie 1979 ist auch nicht nötig. Ich kann darum zurzeit gut auf weitere Kinoabenteuer im Star Trek-Universum verzichten.

    Zu “What We Left Behind”:
    Chris, mir ging es genau wie dir. Ich hatte viel zu spät von dem Projekt erfahren und wusste nicht, worum es sich dabei handelte. Im Kino konnte ich die Doku nicht sehen, weil es zeitlich und räumlich nicht passte. Ich hätte nach Feierabend über 100 Kilometer in die nächste Großstadt fahren müssen, um sie zu sehen. Dazu war ich am 26. Juni 2019, einem der heißesten Tage des Jahres, nicht bereit. Ich hätte sie sehr gern gesehen, aber letztendlich ist es eben doch nur eine Doku über eine Fernsehserie.

    Zu DS9-Blu-rays:
    Eine mögliche Blu-ray-Veröffentlichung von DS9 ist glaube ich schon lange vom Tisch. Für “WWLB” wurde eine Sequenz aufbereitet, aber ein Remastering der kompletten Serie halte ich für illusorisch. Wenn das Interesse und die Nachfrage wirklich hoch genug wäre, gäbe es die Blu-rays längst. Viele Fans wollten eine Serie mit Pike als Captain und bekommen sie jetzt. An einem Blu-ray-Release von DS9 ist aber höchstens eine Minderheit interessiert. DS9 kommt nun mal nicht gegen eine zeitgemäße Serie wie SNW mit guten Darstellern, erstklassigen Effekten, in HD und im Format 16:9 an.

    LL&P
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      Meine Güte, bist du ein Sonderling! Also, ich interessierte mich bis zu meinem 12. Geburtstag nur für Ernie und Bert, die Muppets, Lazy Town (oh, graus) und das Sandmännchen! Dann kam Löwenzahn und erst dann, mit Mitte 20, die ganzen gruseligen Sachen mit Erwachsenen wie Alf, auch Jackie Chan oder dieses komische Star Trek, dass mir bis heute Angst macht!
      Nee, natürlich alles Quatsch, heute wird so sehr auf “Korrektheit” geachtet, dass es unnatürlich, ja bevormundend ist. Kinder/Jugendliche interessieren sich für all das, für das sie sich eben interessieren. Und egal wie alt man ist, jeder Mensch ist einzigartig. Es gibt viele junge Menschen, die mit Teufel-komm-raus-Zielgruppen-gerechtem Kram nix anfangen können. Ich sehe das genauso wie du, ich war schon immer ein Kind, das angeregt, inspiriert werden wollte. Ich hätte nie wachsen können, wenn es da nix gegegen hätte, dem ich entgegen wachsen kann. Der Geist braucht Futter und ich blickte immer gern über den Tellerrand (ich will damit nicht sagen, dass ich dicklich war, ähem). Ich sehe das genauso kritisch, will aber nicht vorverurteilen, deshalb sehe ich mir das definitiv alles an, aber mögen und schätzen muss ich es dennoch nicht.

      Bei den Filmen hast du absolut Recht – auch, dass wir wohl aktuell genug Trek haben, dass die große Leinwand nicht bedient werden müsste. Schon gar nicht unter dem Aspekt, weil es mal wieder Zeit sei. Wenn es keine brauchbare Idee gibt, braucht es auch keinen Film (oder Serie). Ich wäre vielleicht sogar eher bereit Filme sehen zu wollen, die losgelöst sind von irgendeiner etablierten Serie. Vielleicht Anthologieformate a la Star Wars Origins-Filme, wie es mit Rogue One gemacht wurde und mit Solo versucht wurde. Irgendwas eigenes, könnte interessant sein.

      Ja, ich muss dir leider beipflichten, mit DS9 (und letztlich auch VOY) auf BluRay brauchen wir wohl nicht zu rechnen. Das Fan-Herz hatte noch viel Hoffnung, aber der Logikapparat im Gehirn hat nur stumm mit dem Kopf geschüttelt. Zuletzt dachte ich noch, wenn das mit dem Crowdfunding bei der DS9-Doku so gut klappte, vielleicht kann man das Projekt für die HD-Releases der beiden ausstehenden Serien auch so lösen. Dann kam aber nix (die Idee wurde auch schon offiziell mal eingereicht aber abgeschmettert) und ich musste einsehen, dass das wohl nie etwas werden wird. Schade, denn ich wollte eigentlich nie DS9 und VOY auf DVD kaufen (mir bleibt wohl nix anderes übrig). Ich meine sogar mal gelesen zu haben, dass sich ein Fan, der auf dem Gebiet der Videotechnik sehr viel drauf hat, angeboten hat, das Remastering quasi pro bono mitzubetreuen und zeigte auch schon, was er mit einigen Szenen aus DS9 gemacht hat, einige kurze Sequenzen so zu HD umgerechnet, dass es zumindest ein deutlicher Qualitätssprung war. Aber CBS hat das auch abgeschmettert, denn entweder macht CBS diese Remasterings, oder niemand. Punkt.
      Schade.

      LG
      Chris

      1. Hi Chris!

        Ich war schon immer meine eigene Zielgruppe, die sich für Hip Hop genauso interessierte wie für klassische Musik, für dialoglastige Dramen genauso wie für beinharte Actionfilme, für spannende Dokus genauso wie für Monty Python, für die Romane von Stanislaw Lem genauso wie für die Comics von Alan Moore, für japanische Farbholzschnitte genauso wie für die Zeichnungen von Maurits Cornelis Escher. Deswegen blieb ich bei Star Trek und finde es bis heute super, einem glatzköpfigen Typen beim Philosophieren zuzuschauen. Das ganze “Zielgruppen”-Gelaber hat denke ich wenig mit den wirklichen Interessen von Menschen zu tun. Wieso sollte sich ein Kind denn nicht für Dinge interessieren, die nach der Meinung Erwachsener “viel zu schwierig” sind? Weil sie selbst nicht bereit sind, sich damit zu beschäftigen? Ich bin auf den Autorenstab von “Prodigy” gespannt und darauf, wer von ihnen Kinder hat.

        Ja, ich bedauere auch, dass es DS9 und VOY niemals auf Blu-ray geben wird. Andererseits dürfen wir diese Kunstwerke in ihrer ursprünglichen Form genießen. TNG in HD ist natürlich toll, aber ihren künstlerischen Wert hatte die Serie auch schon in der SD-Ausstrahlung. DS9 und VOY enthalten in ihren DVD-Versionen alles, was die Serien ausmacht. Ich würde die Serien auf Blu-ray genauso mögen wie auf DVD. Eine Blu-ray-Veröffentlichung wäre nichts weiter als Kosmetik. Ja, die Farben sind teilweise verwaschen, das Bild unscharf, die Spezialeffekte nicht optimal. Na und? Ich habe trotzdem meine Erinnerung an den “Erstkontakt” mit der Welt dieser Serien und das ist für mich viel wertvoller als hochauflösende Bilder und anderer nebensächlicher Kram, den wir unfassbar verwöhnten Zuschauer uns im Internetzeitalter von jeder, aber bitte JEDER! Serie wünschen. Ich denke immer daran, wie viele gute Serien in allen Ländern der Welt produziert und im TV ausgestrahlt wurden, aber längst verloren gegangen sind. Wir haben das Privileg, uns jahrzehntealte Serien anzuschauen, das muss uns bewusst sein! Ich schaue DS9 und VOY darum einfach so, wie sie sind.

        LG
        2Voq

  2. Nun ist es offiziell:
    Star Trek: Discovery Staffel 3 wird ihre Premiere am 15.10.2020 auf CBS All Access feiern – auf Netflix wird ein sehr nahe folgender Start erwartet, höchstwahrscheinlich wie gewohnt am darauffolgenden Tag.

    LG
    Chris

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