Folge 161 – TNG – Staffelreview Staffel 5

2 Gedanken zu „Folge 161 – TNG – Staffelreview Staffel 5“

  1. Hi Anja, Hi Chris! 😉

    Wenn ihr euch einen Science-Fiction-Film anschauen wollt, in dem es wie in „Darmok“ um den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Spezies geht, bei dem Sprache eine entscheidende Rolle spielt, habe ich einen Tipp für euch: „Arrival“ von 2016 mit Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker u.a., die Regie führte Denis Villeneuve. Mir hat er insgesamt gefallen, weil er viel auf der emotionalen Ebene arbeitet. Ich musste auch eine Zeit lang über die Story nachdenken, um sie zu verstehen. Leider habe ich dem Film den Twist gegen Ende nicht abgekauft, da wird finde ich zu viel unglaubwürdiges Zeug geredet. Vielleicht geht das auch nur mir so. Trotzdem ist „Arrival“ gelungen und für SciFi-Fans auf jeden Fall einen Blick wert.

    Ob es in der 6. TNG-Staffel eine oder zwei Q-Folgen gibt, ist Interpretationssache! 😉 Simon und Sebastian erwähnten das kürzlich bei TAD und ich finde, diese Sichtweise fügt eine zusätzliche Ebene hinzu.

    Ich freue mich schon auf Trois blaue Uniform (endlich, endlich, ENDLICH!!!) und auf wundervolle Kostüme.

    Bei den Tops und Flops der 5. Staffel gehe ich mit euch. Vielleicht würde ich die eine oder andere Episode, z.B. „Déjà vu“, etwas höher einstufen als ihr, aber im Großen und Ganzen sind wir auf einer Linie. Was ihr zu den Fortsetzungen gesagt habt, fällt mir auch auf, TNG bedient sich der Grundlage, die in den ersten vier Staffeln geschaffen wurde und das finde ich gut.

    Ja, die Animationen von Odo waren nicht gut. Damit fand ich mich aber schnell ab, vielleicht weil ich andere SciFi-Serien wie „Babylon 5“ und „Farscape“ kannte und trotz ihrer teilweise schlechten Spezialeffekte mochte. Der T-1000 in „Terminator 2“ sieht auch heute noch gut aus, aber Star Trek ist halt ein Serienuniversum, in dem damals nicht wie heute bei DSC 10.000.000 Millionen $ pro Folge zur Verfügung standen. Ich habe es akzeptiert, mich auf DS9 eingelassen und wurde mit der meiner Meinung nach immer noch besten Star Trek-Serie belohnt.

    Ich habe eine Frage an euch, die bei Simon und Sebastian auch diskutiert wurde. Die ersten zwei, drei TNG-Staffeln zeigten hauptsächlich „Planet of the Week“-Folgen, in denen die Crew in die unerforschten Bereiche des Weltraums vorstieß. Mit Spezies wie den Klingonen, den Romulanern und den Borg wurden danach immer mehr Story Arcs geschaffen und über die Staffeln weiterentwickelt. Das führt dazu, dass die Enterprise-Crew jetzt seltener die „weißen Flecken“ auf der Sternenkarte erforscht und sich stattdessen öfter in bekanntem Territorium aufhält, wo politische oder militärische Konflikte mit anderen Völkern drohen.

    Wie findet ihr diese Entwicklung der Serie? Mögt ihr die Arcs um Romulaner, Klingonen, etc. lieber oder bevorzugt ihr die „wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist“-Geschichten?

    Ich bin mir selbst noch nicht schlüssig darüber, wie ich das bewerten soll. Ich mag beides und diese Vielfalt spricht mich bei Star Trek sehr an. Andererseits sehe ich, dass der Fokus bei TNG und erst recht bei DS9 immer stärker auf die langen Story Arcs mit viel Politik usw. gelegt wurde und die Erforschung des Weltraums auf der Strecke blieb. Einen guten Kompromiss zwischen diesen beiden Aspekten hat Star Trek meiner Meinung nach bis heute nicht gefunden, auch nicht bei VOY. Sogar die Serie, die das Wort „Entdeckung“ als Titel hat, nämlich „Discovery“, muss nach zwei Staffeln 930 Jahre in die Zukunft springen, um ein neues Universum zu erforschen. Eigentlich hätte das 23. bzw. 24. Jahrhundert schon genug potentielle Entdeckungen und Forschungsobjekte zu bieten, oder?

    LG
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      Arrival kennen wir und wir finden den Film auch großartig. Ja, ich gebe dir recht, den Twist am Ende hätte es nicht geben müssen.
      Kleines Trivia am Rande: nicht nur Troi freut sich, auch Marina Sirtis herself! 😉

      Zu deiner Frage: ich bin der Auffassung, dass in jeder Folge ein zentrales Thema behandelt werden sollte. Das kann noch so klein sein, muss nicht immer das große moralische Dilemma sein, aber bitte immer um einen oder wenige Charaktere zentriert. Man kann da auch größere Story Arcs einbinden. Ich würde es gut finden, wenn man über mehrere Folgen hier und da Informationen einbaut über Vorgänge im Hintergrund, die je nach Thema der jeweiligen Folge und des damit verbundenen Charakters, mal größer oder kleiner ausfallen. Diese Infos kann man zu einer größeren Folge, einem Mehrteiler oder Staffelcliffhanger aufbauen damit sich die erzählerische Kraft dann einmal entlädt. Sehr gerne auch nicht völlig auflösen, damit man ggf. darauf zurückgreifen kann, bzw. es weiter ausbauen kann. Quasi mehr und glaubwürdigeres Worldbuilding. Gut geeignet für Serien wie TNG, die im bekannten Universum spielen, auch v. a. für DS9 perfekt geeignet. Bei Serien wie Voyager, die ja bekanntlich immer weiter fliegen und irgendwann Gebiete verlassen, sollten Themen an Bord weitererzählt werden, weniger anhand von Planeten oder Völker, die man da draußen trifft. Voyager wäre gut um Wege abzulaufen, Wege der Entwicklung untereinander (Maquis vs. Sternenflotte), aber vielleicht auch mit temporären Weggefährten. Der Weg ist das Ziel als Storyidee für die Serie an sich.
      Ich glaube, wenn man so ein gewisses Oberthema als Serien-Tagline hat, „Weg ist das Ziel“, „Erforsche dich selbst“ , „wasweißich“, dann fließen die Ideen wie von selbst und es gibt einen gewissen Zusammenhang, auch wenn man Standalone-Folgen macht. Bietet auch den Vorteil, wenn der Haupt-Arc nicht jedem zusagt, dann gibts noch gute Figuren-Einzeldramen. Dann muss man nicht bloß durchhalten, wie bei einer Season 2 von DISCO zum Beispiel 😉
      930 Jahre in der Zukunft muss man das nicht ansiedeln, da stimme ich dir absolut zu.

      LG
      Chris

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