Folge 157 – TNG – Die imaginäre Freundin

Was haben ein tarkassianisches Messerbiest, kleine, grimmig guckende Mädchen mit blauem Kleid und rot-glühenden Augen und eine wirkliche Gefahr für die Enterprise gemeinsam? Sie sind alle imaginär. Genauso imaginär, wie eine vernünftigte Kinderbetreuung an Bord. Vielleicht sollte man das Konzept Familien auf Raumschiffen nochmal überdenken, wenn Papa Picard es wieder regeln muss, was weder der echte Vater noch die Counselor und schon gar nicht der/die sehr imaginäre Kinderpsychologe/-in auf die Reihe kriegen. Niedlich isses allemal, wenn Heidi auf der Enterprise durch die Gänge schleicht.

Viel Spaß dabei!

2 Gedanken zu „Folge 157 – TNG – Die imaginäre Freundin“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Bei Deanna Troi bin ich voll auf eurer Seite, sie wird wirklich verunglimpft. Wir befinden uns bei TNG nun schon im Jahr 1992 und damals begannen die Dreharbeiten zu DS9. Dort wäre es undenkbar gewesen, einen Hauptcharakter wie Troi einzuführen, sie danach aber so wenig auszuarbeiten oder regelrecht „dumm zu schreiben“. Klar, DS9 ist eine andere Serie, aber sie basiert sehr stark auf TNG und bezieht ihren Erfolg aus der Vorgängerserie, darum fehlt mir das Verständnis für diese Art von Charakterdarstellung. Dr. Crusher und La Forge werden auch viel zu wenig eingesetzt! Das finde ich bei TNG sehr schade.

    Den Film „I, Robot“ finde ich furchtbar. Wenn ihr euch mit Isaac Asimov und seinen Robotergeschichten beschäftigen möchtet, was ich nur empfehlen kann, dann ist der beste Einstieg die Kurzgeschichtensammlung „Meine Freunde, die Roboter“ aus dem Heyne Verlag. Sie enthält ca. 30 Geschichten, ungefähr die Hälfte befasst sich mit Computern und Robotern. An den Geschichten mag ich z.B. die Selbstironie und den augenzwinkernden Blick auf die Menschen und ihr Verhalten. Die Menschen in diesen Geschichten halten sich selbst für intelligent und toll, aber mit ihrer Technik (die das Leben eigentlich vereinfachen soll) schaffen sie immer neue Probleme, für die Lösungen gefunden werden müssen.

    Besonders schön ist die Geschichte „The Bicentennial Man / Der Zweihundertjährige“ aus dem Jahr 1976. Sie handelt vom humanoiden Roboter Andrew, der sich selbstständig weiterentwickelt, Freundschaften zu Menschen aufbaut, selbst immer menschlicher wird und schließlich vor Gericht geht, um als eigenständiges, menschliches Wesen anerkannt zu werden. Als ich die Geschichte erstmals las, kannte ich TNG schon und begriff, dass Andrew in „The Bicentennial Man“ die Vorlage für Data ist. Es kann kein Zufall sein, dass Andrew und Data so viele Gemeinsamkeiten haben! Ich finde das toll, das ist für mich Science Fiction: Der Autor entwickelt in seiner Geschichte Konzepte, die auf realen Technologien basieren und denkt sie in die Zukunft weiter, er überlegt sich, wie die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Technologie aussehen könnten und was sie für die Menschen bedeuten.

    In dem Film mit Will Smith ist davon bis auf den Titel und die Namen einiger Charaktere aber nichts erhalten geblieben. Eine Action-Story, in der Roboter Menschen angreifen und sogar versuchen, sie zu töten, gab es bei Asimov nie! In seinen Geschichten ging es immer um das Zusammenleben von Menschen und Robotern. Meiner Meinung nach hat sich Hollywood nur an seinem Namen und seinem Werk bedient, um daraus einen knalligen Actionfilm zu machen. „I, Robot“ ist aber keine gut durchdachte, tiefgründige Story wie „2001 – Odyssee im Weltraum“ oder „Arrival“. Auch der Twist am Ende, als Will Smiths Charakter, der eine Abneigung gegen Roboter hat, feststellt, dass er selbst ein Roboter ist… ach ja, „Blade Runner“. Es ist keine kreative Leistung, sich an schon Bestehendem zu bedienen und es im eigenen Film einzubauen, zumal beim Film „I, Robot“ einfach die Tiefe fehlt. Ein guter Film braucht keine CGI-Massenschlachten! Aber wem sage ich das…

    LL&P
    2Voq

    1. Hi 2Voq!

      Jetzt war ich fast verwundert, dass schon jetzt ein Kommentar zur aktuellen Folge „I, Borg“ online ist, weil ich mich so hab leiten lassen von deinem Review zu I, Robot.
      Du hast schon recht, was diesen Film angeht, ist wohl ein Fall von guilty pleasure bei mir, hehe, ich bin auch nicht so gut vertraut mit der Literatur dahinter. Beim Thema „Bicentennial Man“ da kenne ich auch wieder nur den Film mit Robin Williams. Aber ich nehme deinen Buchtipp mir zu Herzen und schaue mal, ob ich dazu mal was finde.
      Arrival müsste ich mal wieder gucken… 2001 vielleicht auch…. ich gehöre zu den 0,01 % der Menschheit, die die Idee hinter Blade Runner zwar lieben (wie jeder eigentlich), aber ich finde den Film tödlich langweilig! Das zu sagen, fühlt sich einfach falsch an, wie Blasphemie, ich weiß das, aber wenn ich den Film dann mal einlege, bin ich nach der Hälfte meist thematisch, dramaturgisch wie auch immer wieder raus. Tut mir wahnsinnig leid, der Film hat zurecht viele Anhänger und Kultstatus… Asche auf mein Haupt 😉

      LG
      Chris

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