Folge 199 – TNG – Beförderung

Das Motto des heutigen Tages: Perspektivwechsel! Ist generell eine wichtige Sache, wenn es um das Verständnis untereinander geht. Deshalb begleiten wir heute einige Unterdeckler auf den Weg in die mögliche Beförderung. Drapiert wird das mit allerhand Tests, Geheimnissen, mehr Backstory zu den Cardassianern und einem Wiedersehen mit einer Figur aus „The First Duty“ (nein, Wesley ist hier nicht gemeint).

Wo es in der gleichnamigen Animationsserie „Lower Decks“ eher meist vergnüglicher zugeht, sieht es hier etwas grimmiger aus. Seht, bzw. hört selbst.

2 Gedanken zu „Folge 199 – TNG – Beförderung“

  1. Hi Anja, Hi Chris! 😉

    Die „lower decks“ sind für mich immer noch die Mannschaftsdienstgrade, also alles unterhalb des Ensigns. Darunter fällt damit jede Person, die keinen Offiziersrang bekleidet. Im angelsächsischen Raum bezeichnet man diese Ränge als „enlisted ranks“. Die Sternenflotte wird oft mit der US Navy verglichen. Ich glaube, ich habe das schon mal erwähnt: An Bord eines Schiffes der US Navy, welches ungefähr 1.000 Besatzungsmitglieder hat, dienen nur ca. 60 Offiziere! Als Beispiel nenne ich die schweren Kreuzer der Baltimore-Klasse:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Baltimore-class_cruiser

    Diese Schiffsklasse war vom Zweiten Weltkrieg bis in die Siebziger Jahre im Dienst. Sie war mit 1.085 Seeleuten und nur 61 Offizieren bemannt. Solche großen Kriegsschiffe gibt es heutzutage zwar nicht mehr, aber auf einem modernen Lenkwaffenkreuzer der Ticonderoga-Klasse wie der USS Cape St. George ist es ähnlich:
    https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Cape_St._George

    Die Cape St. George ist mit 30 Offizier:innen und 300 Seeleuten bemannt, das Verhältnis zwischen Offiziers- und Mannschaftsdienstgraden liegt also bei 1:10.

    An Bord der Enterprise-D mit insgesamt ca. 1.000 Besatzungsmitgliedern sollte es auch so sein. Es kann ja nicht jede(r) in der Sternenflotte Offizier:in werden und zur Führungselite gehören! Jemand MUSS die Befehle der Führung entgegennehmen und umsetzen. In der Sternenflotte gibt es ebenfalls Mannschaftsdienstgrade wie den Crewmen First, Second und Third Class oder den Midshipman. Klar, es wohnen und arbeiten auch Zivilistinnen und Zivilisten an Bord der Enterprise-D. Mich interessieren v. a. die Besatzungsmitglieder, die zwar zur Sternenflotte gehören, aber kein Studium an der Akademie absolviert und ein Offizierspatent erworben haben. Simon Tarses in der Folge „The Drumhead“ war einer dieser Crewmen.

    Sito Jaxa, Sam Lavelle und die anderen Hauptcharaktere in dieser Episode haben zwar niedere Offiziersränge als die Brückencrew um Picard & Co., erteilen jedoch den 90% der Sternenflotten-Besatzung, die KEINEN Offiziersrang haben, Befehle! Darum sind sie für mich keine „Lower Deckers“. Auf die gleichnamige neue Serie trifft das ebenso zu.

    Insgesamt finde ich die Darstellung der Sternenflotte als quasi-militärische Organisation über alle Serien und Filme hinweg teilweise sehr merkwürdig, auch was Mannschaftsdienstgrade und Offiziersränge angeht.

    Bei der Bewertung der Folge stimme ich euch zu. Ich hätte es aber schöner gefunden, wenn Jaxa überlebt hätte. Zwar finde ich, dass sich Star Trek zu wenig mit dem Tod von Charakteren auseinandersetzt, aber Jaxa hatte schon eine tragische „Begegnung“ mit dem Tod, nämlich beim Unfall der Nova Squad an der Akademie. Wäre doch cool gewesen, sie als Commander oder Captain in einem Roman zu sehen, der ein paar Jahre später spielt, oder? Ein weiterer Serienauftritt wäre unrealistisch, aber in Romanform kann man vieles schreiben.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      ich habe mich damals sehr auf „Lower Decks“ (die Animationsserie) gefreut, weil ich sehr gut zurecht komme mit Rick and Morty und wenn Star Trek schon bekloppt wird, dann bitte so (im Guten) und nicht wie in PIC oder zum Großteil auch DISCO (also eher schlecht). Allerdings dachte ich auch, im Hinblick auf diese TNG-Folge, Unterdeckler zu zeigen in einer Realserie, das wäre interessant. Als Dramaserie.
      Ein Wiedersehen mit Sito Jaxa hätte ich auch gut gefunden. Picard sagte, er hat sie absichtlich an Bord geholt, er hatte also was vor. Das hätte ich gern gesehen. Vor allem muss er es ja nicht, es gibt da keine Verbindung so wie damals bei Wes. Da musste er es auch nicht, aber mal ehrlich, des Doktors Junge, die mögliche Verbindung von Picard und Beverly… da gibts schon ne gewisse Erwartung. Sito hat ihre Karriere denkbar schlecht begonnen und das wieder alles gut zu machen, ist super interessant. Auch gern in Romanform, ich mag ja auch, was man da mit Sonya Gomez angestellt hat, die wir ja auch nur kurz in Staffel 2 gesehen haben, aber durch die Romane eine einflussreiche Ingenieurin geworden ist.

      In DS9 ist der Zivilisten-Anteil ungleich höher, da sieht man mehr von, aber auch nicht so extrem viel. Ist (fast) immer spannend, so ein Perspektivwechsel. Würde ich mir auch für DISCO wünschen, wo der Fokus ja von jeher sehr deutlich auf Burnham liegt, andere Figuren mich aber auch reizen würden.

      LG
      Chris

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