Folge 198 – TNG – Ronin

Heute ist was los! Endlich gibt es mal wieder eine neue Folge von Tilly vs Spock, es gibt ein leicht verändertes Konzept zu hören, wenn es auch eher hinter den Kulissen für uns anders abläuft, bekommt ihr immer noch eure guten Inhalte und on screen wird Beverly über den Tod ihrer Großmutter hinweggetröstet, indem sie sich von einem finster dreinblickenden Geist den Keller ausbürsten lässt. Wir entschuldigen uns bereits jetzt schon für die teils schlimme Sprache, aber was soll man noch mit solch einem Beispiel an Trauerbewältigung anfangen, wenn nicht blumige Häme verstreuen. Man beachte vor allem die Moral von der Geschichte, die uns wenig charmant von zwei Damen am Ende präsentiert wird und der goldenen Himbeere noch die Krone aufsetzt. Wenn wir da nicht an Spock’s Brain denken müssten…

Wir wünschen dennoch viel Vergnügen und ein gesundes neues Jahr!

2 Gedanken zu „Folge 198 – TNG – Ronin“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris! 😉

    Ich wünsche euch beiden ein frohes neues Jahr mit Gesundheit und viel Spaß beim Podcasten! 😁🍀🤞

    Ich habe einen Nachtrag zu eurer Besprechung von „Parallels“:
    Ihr habt wegen der Story der Folge logischerweise über die mögliche Existenz von Paralleluniversen gesprochen. Ich hatte dazu ein Zitat unseres Lieblingsphysikers Harald Lesch gesucht, es aber nicht mehr gefunden. Vor Kurzem lief es mir aber mehr oder weniger zufällig wieder über den Weg! In diesem Vortrag
    https://www.youtube.com/watch?v=k7P8XYM2jd4

    aus dem Jahr 2014 sagt er nach genau 40 Minuten:
    „All diese wunderbaren Bücher, die geschrieben werden, also, es gibt ja kilometerweise Bücher über das, was vor dem Urknall war, es gibt Paralleluniversen und all so einen Kram. Das hat mit Physik nix mehr zu tun. Eine empirische Wissenschaft wie die meine, die muss eben mit Hypothesen arbeiten, die an der Erfahrung scheitern können. Also, über Paralleluniversen, da brauchn mer net zu sprechen. Das macht keinen Sinn, weil wir können keine Experimente damit machen und damit gehört es nicht in die Abteilung Empirie.“

    Außerdem möchte ich auf den YouTube-Kanal der theoretischen Physikerin Sabine Hossenfelder verweisen. In diesem Video diskutiert sie die Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik:
    https://www.youtube.com/watch?v=kF6USB2I1iU

    Ihrer Meinung nach ist die Viele-Welten-Interpretation (welche in der Episode „Parallels“ als theoretische Grundlage dient) genauso problematisch wie andere Interpretationen, z. B. die Kopenhagen-Interpretation. Ja, sie wird diskutiert. Es ist aber lediglich ein Gedankenmodell, das weder verifiziert (belegt bzw. untermauert) noch falsifiziert (widerlegt) werden kann. Schön finde ich in diesem Zusammenhang auch ihr Video „Why the multiverse is religion, not science.“
    Frau Hossenfelder spricht in ihren Videos u. a. auch über den freien Willen, was natürlich eine philosophische Diskussion ist. Diesen Aussagen muss man nicht zustimmen, aber ihre Erläuterungen zur Physik finde ich persönlich überzeugend. Wenn zwei renommierte Physiker:innen, nämlich Herr Lesch und Frau Hossenfelder, unabhängig voneinander im Prinzip dasselbe Fazit zu Paralleluniversen ziehen, muss etwas dran sein, auch wenn es vielleicht nicht die letztgültige Wahrheit ist. Ihr Argument, dass die Physik (wie viele andere Wissenschaftszweige) nur mit überprüfbaren Hypothesen und Daten sowie mit reproduzierbaren Experimenten betrieben werden kann, leuchtet mir ein. Die Menschen, die ernsthaft an ein Multiversum, an Paralleluniversen, an alternative Zeitlinien o. ä. glauben und das als Physik verkaufen, sollen bitte schön MINDESTENS ein Experiment vorschlagen, mit dem ihre Behauptungen falsifiziert oder verifiziert werden können. So ein Vorschlag lässt bislang auf sich warten und ich denke, das wird auch so bleiben, weil ein derartiges Experiment ganz einfach unmöglich ist.

    Für mich bedeutet das: Paralleluniversen haben insofern mit der Realität zu tun, als Menschen solche Hypothesen aufstellen, darüber sprechen und – wie im Fall von „Parallels“ – Science-Fiction-Geschichten daraus basteln. Auch mir macht mir diese Folge Freude. Von „Was wäre, wenn…“-Szenarien halte ich aber nichts, weil sie reine Spekulation sind. Wir sind tagtäglich mit EINER Realität konfrontiert und die ist schon schwierig genug zu meistern.

    Zu „Sub Rosa / Ronin“:
    Meinen Erstkontakt mit dem Wort „Ronin“ hatte ich in der Akte-X-Folge „Pusher / Mein Wille sein dein Wille“ von 1996. Darin kommen Mulder und Scully mithilfe dieses Begriffs einem Mörder auf die Spur.

    Meinen Zweitkontakt mit dem Wort „Ronin“ hatte ich im Actionfilm „Ronin“ von 1998 mit Robert De Niro, Jean Reno, Natasha McElhone und Stellan Skarsgård. Meiner Meinung nach ist das einer der besten Actionfilme aller Zeiten und ich gucke ihn immer wieder gerne. Darin wird „die Geschichte der 47 (ausgerechnet die Star Trek-Zahl 47 😁) Ronin“ erzählt.

    Chris, war deine Erwähnung von Jean Reno vielleicht ein dezenter Hinweis auf diesen Film? 😉

    Richard und Daniel vom Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ haben über die historischen Hintergründe der 47 Ronin gesprochen:
    https://www.geschichte.fm/podcast/zs255/

    Ich erwähne das alles, weil ich mir quasi als „Vorbereitung“ auf euren Podcast nochmal den Film angeschaut und danach den Podcast von Richard und Daniel angehört habe. Das machte mir alles viel mehr Spaß als diese bekloppte TNG-Folge. Für mich erfüllt sie schon beinahe den Straftatbestand der Körperverletzung und gehört zu den Untiefen der Fernsehsendungen in den 90iger Jahren. Im Gegensatz zu euch vergleiche ich „Sub Rosa“ nicht mit „Spock’s Brain“, weil Letztere meiner Meinung nach v. a. eine grottige Folge ist. Wegen der in höchstem Maße moralisch verwerflichen Aussagen, die in „Sub Rosa“ getroffen werden, steht sie bei mir auf derselben Stufe wie „Plato’s Stepchildren“, „And the Children Shall Lead“ und „Patterns of Force“, die alle drei nicht nur kacke, sondern richtig unangenehm und eklig sind. „Spock’s Brain“ ist finde ich eher mit „Suspions“ vergleichbar: ärgerlich, dumm und schlecht. „Sub Rosa“ müsste aber in einen verschlossenen Giftschrank im Geschoss UNTER dem Keller weggesperrt werden. Oder gleich im noch zu bauenden amerikanischen Atommüllendlager.

    Nach dieser… sagen wir mal „herausfordernden“ Folge KANN es ja nur besser werden, oder? 🤣🤣

    Eurer neues Konzept gefällt mir! 👍👍 Habta jut jemacht! 😀 Ich finde es schön, einen Podcast über Jahre zu begleiten und Veränderungen wie Umzüge oder Modifikationen im Konzept mitzuerleben.

    Für die letzten 11 bzw. 12 TNG-Episoden kann ich nur sagen: „Macht ordentlich Dampf im Kessel!“ 😅

    Chris, deine Ankündigung von wegen „in eineinhalb Jahren“ hat mich überrascht. Dann seid ihr doch bei der 3. DS9-Staffel, oder? Klar, auch DS9 hat schlechte Folgen. Aber sowas wie „Sub Rosa“ ist in TNG/DS9 einzigartig. Beziehst du dich vielleicht auf Shakaar Edon, der von Duncan Regehr gespielt wurde? Ich finde ihn eigentlich ganz nett.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    P.S.: Chris, deine Antwort mit dem Hinweis auf Star Trek VII habe ich gelesen. Über diesen Film wird noch zu sprechen sein! 😉

    1. Hi 2Voq,

      Danke sehr für deine Rückmeldung zu unseren Änderungen. Wir sind stets bemüht den Podcast zu verbessern für alle Beteiligten.
      Die Jean Reno-Erwähnung könnte ein versteckter Hinweis sein, aber dann ein sehr guter versteckter. Vielleicht ne Freud’sche Fehlleistung, denn bei mir ist das Film so lange her, dass ich ihn neu entdecken könnte. Dran denken musste ich bei der Vorbereitung allerdings auch 😉

      Ja, anderthalb Jahre war wohl etwas zu vorschnell. Das war ne sehr ungenaue Schätzung. Kein guter (halb-)vulkanischer Schuss ins Blaue.

      Ich mag Ideen rund um das Multiversum. Ist ne schöne Art Geschichten zu erzählen, auch immer mit der Falle, faul zu sein. Man kann alles geschehen lassen, aber ist ja nur alternativ. Das kann alles wieder auf Null zurückgesetzt werden. Multiversum ist dieser Tage auch bei Anja und mir im Kopf, weil wir sehr verspätet nun endlich den neuen Spiderman-Film im Kino gesehen haben und da ich gern mal ne Comicverfilmung mag zum Abspannen für zwischendurch, haben wir uns da sehr gut unterhalten gefühlt. Das Multiversum ist da ja auch bekanntermaßen ganz gut vertreten und allerhand Gedankenspiele, wie das Leben im alternativen Ich aussehen könnte. Mehr sage ich an der Stelle nicht, ist ja noch aktuell der Film und daher Spoilergefahr!

      Auf Star Trek VII freue ich mich schon sehr, weil ich mir eine sehr spannende Besprechung vorstelle. Vorher müssen wir erstmal an der monumentalen Finalfolge von TNG vorbei – das wird definitiv ein Brett, ich habe triviamäßig recherchiert wie ein Bekloppter.

      Eine schöne Woche wünschen
      Anja und Chris

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