Folge 193 – TNG – Die Raumkatastrophe

In unserer heutigen Besprechung kümmern wir uns um eine Ökoterroristin und ihren Bruder, die etwas gegen die Umgehungsstraße durch ihre Rumregion haben. Mindestens ein saftiges Tempolimit muss her, am liebsten aber komplettes Fahrverbot. Mal sehen, inwieweit sich unsere Leute von der Enterprise darauf einlassen, die ja eigentlich aus ganz anderen Gründen zugegen sind. 

Viel Spaß!

2 Gedanken zu „Folge 193 – TNG – Die Raumkatastrophe“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Gretas Anklagen „How dare you!“ und „I want you to panic!“ kann ich emotional nachvollziehen. Selbst erfahrene, renommierte Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen wie Chemie, Biologie und Klimatologie berichten, dass sie sich in den letzten Jahrzehnten beim Warnen, Appellieren und Mahnen den Mund fusselig redeten, aber ungehört blieben. Die
    Klimaforschung ist ja auch schon fast 200 Jahre alt!

    Im Jahr 1824 beschrieb der französische Mathematiker und Physiker Joseph Fourier den Treibhauseffekt. Seit den 1850er-Jahren ist bekannt, dass eine erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre die Temperaturen steigen lässt. Das fand übrigens die US-amerikanische Forscherin Eunice Newton Foote heraus. Um 1862 erforschte der irische Physiker John Tyndall den natürlichen Treibhauseffekt und ermittelte weitere Treibhausgase. So ging es immer weiter: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte Svante Arrhenius, dass der Mensch den Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre erhöht. In den 1930er-Jahren stellte der englische Ingenieur Guy Steward Callendar die Erwärmung der Erde um jährlich 0,005°C fest, was man nicht mehr mit einer natürlichen Entwicklung des Klimas erklären konnte. 1941, mitten im Zweiten Weltkrieg, warnte der deutsche Meteorologe Hermann Flohn vor den Auswirkungen der seiner Meinung nach vom Menschen ausgelösten Klimaveränderungen. 1958 begann die systematische Erforschung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre am Observatorium auf dem Vulkan Mauna Loa in Hawaii. Seit damals ist der Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre etwa um ein Viertel gestiegen. 1979 warnten Flohn und andere Wissenschaflter auf der ersten Weltklimakonferenz erneut vor den weltweiten schweren Folgen des Klimawandels. 1985 gab die Deutsche Physikalische Gesellschaft eine weitere Warnung heraus und mahnte, umgehend mit der wirksamen Vermeidung von Treibhausgasemissionen zu beginnen. Der Weltklimarat veröffentlichte seinen ersten Sachstandsbericht 1990, der die Erkenntnisse aus der Klimaforschung weiter konkretisierte. Dem ersten Sachstandsbericht folgten fünf weitere bis zum 6., dessen erster Teil im August 2021 veröffentlicht wurde.

    Die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels sind buchstäblich überall zu beobachten. Nur ein Beispiel: Seit 2006 steigt der Meeresspiegel weltweit durchschnittlich um 3,6 Millimeter pro Jahr (also um 3,6 Zentimeter pro Jahrzehnt) an. In manchen Regionen sind es sogar fast ein Zentimeter pro Jahr! Heute liegen über 62% der Städte mit mehr als acht Millionen Einwohnern an einer Küste und schon bald werden ca. 3 Milliarden Menschen in Meeresnähe leben. Ich muss kein Wissenschaftler sein, um hier ein ernsthaftes Problem zu erkennen.

    Die Warnungen, Mahnungen und Appelle lassen sich wie an einer Perlenkette aufreihen. Ich persönlich habe erst seit den letzten vier, fünf Jahren den Eindruck, dass endlich Bewegung in den Klimaschutz und die Debatte darüber kommt. Und das ist nicht zuletzt auf das Engagement von Frauen wie Greta Thunberg und Luisa Neubauer zurückzuführen. Die „Gegenseite“, also die Szene der Klimawandelleugnung, besitzt leider immer noch großen Einfluss. Im deutschen Bundestag sitzt z. B. seit September 2017 eine Partei, die bewusst Lügen und Halbwahrheiten über den Klimawandel verbreitet und wissenschaftliche Erkenntnisse aus ZWEI JAHRHUNDERTEN (!!!) als „Klimahysterie“ abtut. Der letzte US-Präsident Donald Trump behauptete öffentlich, der Klimawandel wäre „von den Chinesen erfunden worden“. Lasst das mal sacken.

    Angst ist zwar nie ein guter Ratgeber. Andererseits muss man vielleicht manchmal auf die Kacke hauen, um etwas zu bewegen. In der Diskussion mit solchen Schwurbler*innen, die eine starke Lobby, privates Vermögen und die Finanzierung durch Steuergelder nutzen, ist das wahrscheinlich nötig. Euer Beispiel mit Amazon, das die Artikel einer Bestellung irrsinnigerweise EINZELN ausliefert, beweist nur, wie energisch man diese Problematik in die Gehirne der Menschen hämmern muss. Ich bin deswegen und aus anderen Gründen seit Mai 2021 kein Amazon-Kunde mehr, beobachte ähnliche Dinge aber bei anderen Versandhändlern. Da werden die bestellten Artikel gerne mal in einen viel zu großen Karton gepackt, der dann zu 70% Luft enthält. Weniger ist oft mehr!

    Bei der Bewertung von „Force of Nature“ stimme ich euch zu. Der A-Plot um das Umweltthema wird blöderweise auf dieselbe Stufe gestellt wie der B-Plot um Spot und das finde ich doof. Man entwertet auf diese Weise das eigentlich viel wichtigere Thema und gibt ihm nicht den Raum, den es braucht. Die Tatsache, dass diese Problematik nie wieder eine Rolle spielt, ärgert mich zusätzlich. Insgesamt ist das für mich eine Episode des verschenkten Potentials.

    An „Inheritance“ habe ich auch einiges auszusetzen. Dazu gehören, ähnlich wie hier, die fehlenden Konsequenzen für die Charaktere.

    LL&P
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      besser spät als nie für eine Antwort 😉
      Danke dir für deine Zusammenfassung zum Thema Klimawandel. Viele Leute wissen auch nicht, wie alt diese Entwicklung schon ist und v. a. die menschliche Beteiligung daran. Ein interessantes Thema. Ich fand deine Ausführungen zum Thema Greta und Aktivismus, aber auch gerade zur Panik oder Angst bei diesem Thema interessant und kann deinen Standpunkt gut verstehen. Ich werde dadurch kein Freund der Panik, muss aber auch einstimmen und sagen, die Uhren stehen auf Punkt 12. Es gibt keine große Zeit mehr für langschweifige Überlegungen und Strategieausarbeiten, jetzt muss was geschehen.

      Nun aber erstmal viel Spaß mit Inheritance, die Folge steht ja quasi in den Startlöchern.

      LG
      Chris

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