Folge 192 – TNG – Kontakte

Während zwei paranoide Völkerteile sich darum fetzen, wer hier mit wem im Geheimen paktiert, bilden der Captain und seine Lieblingsärztin ein seltsames Außenteam und landen promt im Knast. Dort knüpfen sie Kontakte, nicht zu irgendwem, sondern zueinander. Heute kommt mal die sprichwörtliche Katze aus dem Sack, denn wenn man weder voneinander weg kann, noch nicht aufhören kann, im Kopf des anderen rumzugeistern, dann gibt’s keine Geheimnisse mehr. Ob die beiden es besser machen, als das berühmteste Will-they-won’t-they-Gespann der Fernsehgeschichte: Will und Troi!?

Hört selbst, viel Spaß!

2 Gedanken zu „Folge 192 – TNG – Kontakte“

  1. Hallo, ihr klitzekleinen Lebensformen! 😉

    Der Astronom Carl Sagan war glaube ich ein ganz toller Mensch. Er arbeitete u. a. am „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) und nahm dort an den Voyager-Missionen teil. Auf seine Initiative hin wurden an beiden Sonden die berühmten „Goldenen Schallplatten“ angebracht. Sagan verstand es, wissenschaftliche Zusammenhänge auf verständliche Weise zu vermitteln und tat dies in vielen populärwissenschaftlichen Sachbüchern und Vorträgen. Zu seinem Buch „Our Cosmos / Unser Kosmos“ entstand unter seiner Mitwirkung eine tolle, dreizehnteilige Doku-Reihe. Wahrscheinlich kann man Carl Sagan als Vorläufer von Menschen wie Neil deGrasse Tyson und Mai Thy Nguyen Kim bezeichnen, die Wissenschaft in unterhaltsamer und ansprechender Form vermitteln und damit ein breites Publikum inspirieren. Außerdem setzte er sich für die weltweite Abrüstung ein. Danke dafür! Leider verstarb er viel zu früh im Alter von nur 62 Jahren. Rest in Peace, Carl. Dein großartiges Werk „Unser Kosmos“ steht in meinem Bücherregal und wird immer wieder gelesen.
    Nick Sagans Mitarbeit an TNG verleiht der Serie einen weiteren Credit, so wie die Gaststars Mae Carol Jemison, Stephen Hawking usw.

    CROIS-SANT!!!

    Die Unsitte, IMMER die Führungspersonen auf Missionen zu schicken, habe ich schon öfter kritisiert. Es wird aber nicht besser, je öfter sie es tun!

    Chris, um zu sehen, wie ein Baby aus dem Uterus seiner Mutter gebeamt wird, muss man die 7. VOY-Staffel nicht kennen. Das passiert nämlich schon in „Deadlock“, meiner Lieblingsfolge der 2. Staffel! Der Holodoc nennt dieses Verfahren „fetal transport“.

    Bones hat sich gerne mal einen hinter die Binde gekippt, aber rauchend kann ich ihn mir nicht vorstellen. Aber wer weiß, vielleicht hat er wie Dr. Cottle in BSG gequarzt, sobald von ihm weggeschnitten wurde.

    Von „Verschwörungstheorien“ spreche ich generell nicht, weil es keine Theorien sind! Theorien können rational und wissenschaftlich belegt oder widerlegt werden. Bei diesem Verschwörungsglauben oder diesen Verschwörungserzählungen geht es aber nicht darum, etwas rational zu betrachten. Es ist einfach nur „Geschwurbel“. Ich habe auch schon Erfahrungen mit Schwurblern gemacht, die behaupteten, die COVID-19-Pandemie wäre „von der Pharma-Industrie erfunden“ worden und Schulkinder „müssten sterben, weil man sie zwingt, diese grässlichen Masken zu tragen“. BLARGH!! 🤮🤮🤮 Herr, wirf Hirn vom Himmel!

    Zum „herumspinnenden“ Reg Barclay und anderen Merkwürdigkeiten fallen mir nur zwei Wörter ein, nämlich „Guilty“ und „Pleasure“. 😅

    Bei eurer Lagerfeuer-Diskussion dachte ich an eine wichtige Lagerfeuer-Szene in DS9 mit Jambalaya und Käfern.

    Ich möchte Jean-Luc Picards Verhältnis zur Wahrheit untersuchen. In „The First Duty“ (19. Episode der 5. Staffel) verpasst er Wesley richtigerweise einen Mega-Einlauf à la Jean und predigt:
    „The first duty of every Starfleet officer is to the truth. Whether it’s scientific truth, or historical truth, or personal truth. It is the guiding principle upon which Starfleet is based.“

    Ungefähr ein Jahr später, in „Birthright, Part II“ (17. Episode der 6. Staffel) beamt Worf am Ende mit den „Überlebenden eines Unglücks“ in den Transporterraum der Enterprise. Zum folgenden Dialog zwischen ihm und Picard
    „PICARD: You found what you were looking for, Mister Worf?
    WORF: No, sir. There was no prison camp. Those young people are survivors of a vessel that crashed in the Carraya system four years ago. No one survived Khitomer.
    PICARD: I understand.“

    sagt ihr in eurer Besprechung: „Picard versteht, dass Worf auf Carraya IV ein romulanisches Kriegsgefangenenlager gefunden hat. In diesem Lager leben klingonische Gefangene, die das Khitomer-Massaker überlebt haben und nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können, weil sie damit sich selbst und ihre Familien entehren würden. Worf möchte die Existenz des Lagers geheim halten und Picard unterstützt ihn aktiv dabei.“

    In „Attached“ (8. Episode der 7. Staffel) erfahren wir, dass der gute Jean nach der Devise „Wenn du keine Ahnung hast, tu so, als hättest du welche!“ handelt. Er benutzt also immer mal wieder kleine Notlügen, um Stärke und Selbstsicherheit auszustrahlen.

    Wie passt Picards Verhalten in „Birthright, Part II“ und in „Attached“ zur Predigt
    „Die oberste Pflicht eines jeden Sternenflottenoffiziers besteht darin, die Wahrheit zu sagen und zu verteidigen! Das ist das Grundprinzip, auf dem die Sternenflotte basiert.“?
    Er hat zwar keine bösen Absichten und das unterstelle ich ihm auch nicht. Wenn er aber nach den Ereignissen in „Birthright“ in seinem Ready Room sitzt und einen Bericht für die Admiralität der Sternenflotte schreibt, dann steht dort:

    „Wir trafen uns im romulanischen Raum mit einem Warbird. Anschließend nahmen wir Überlebende eines Schiffsunglücks an Bord, die vier Jahre lang auf einem Planeten im Carraya-System ihr Dasein hatten fristen müssen. Mein Sicherheitschef Lieutenant Worf war auf dem Planeten und hat dort nichts Ungewöhnliches gesehen (VOR ALLEM keine Überlebenden des Khitomer-Massakers!).
    ENDE DES BERICHTES“

    Das ist eine glatte LÜGE, weil er es besser weiß! Außerdem nutzt er gern Notlügen, um sich aus unangenehmen Situationen zu befreien. Das ist das exakte Gegenteil seiner Predigt an Wesley! Natürlich kann man auch diese Lügen rechtfertigen. Sternenflottenoffizier*innen sollten sich aber nicht im Rechtfertigen von Lügen üben, sondern in der Verteidigung und Aufrechterhaltung der Wahrheit, siehe Picards Predigt.

    Am stärksten blieb mir von „Attached“ die mentale/telepathische Verbindung zwischen Picard und Crusher im Gedächtnis. Das Drumherum mit den Kesprytt fand ich unnötig. Eigentlich dient es nur dazu, Picard und Crusher im Knast landen zu lassen, damit sie sich befreien und fliehen können. Während der Flucht kommen sie sich näher und entwickeln eine neue Wertschätzung füreinander. Das ist ja auch toll, aber die Hinführung hätte meiner Meinung nach anders gestaltet werden sollen. Die Verhaftung und der Knast erinnerten mich an TOS, wo man v. a. in der 2. Staffel gefühlt jede Woche irgendwo gesiebte Luft atmen musste. Nichts gegen TOS, aber TNG kann in seiner 7. Staffel aber schon deutlich intelligentere und komplexere Geschichten erzählen!
    7 von 10 Klebestiften für „Attached“.

    Auf deutschen Autobahnen wird es wohl in absehbarer Zeit kein Tempolimit geben, aber im Föderationsraum sieht die Sache anders aus… es sei denn, das dort eingeführte Tempolimit spielt nie wieder eine Rolle.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      vielen Dank für die Zusatzangaben zu Carl Sagan. Du hast recht, der Mann war eine absolute Ikone.
      Hach, die Folge Deadlock hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, vielen Dank!
      Ansonsten hast du ja recht mit dem Thema Schwurbel, ich versuche möglichst wenig Zeit an solche Leute zu verschwenden, und beschäftige mich nicht gern weiter mit denen. Da gibt’s ja auch zu anderen Themen genug Leute, die irren Bullshit von sich geben. Ich weiß auch nicht, wie einem so langweilig sein kann, dass man seine Zeit mit derlei Quatsch verschwenden kann. Mit Podcast-Hören wäre die Zeit besser investiert, oder nicht ?! 🙂

      LG
      Chris

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