Folge 190 – TNG – Traumanalyse

Die dieswöchige Episode markiert die Erfindung des weltersten Android-Telefons. Da war Apple doch nicht schneller. Wir naschen von Troi, aber nicht aus Schokolade, saugen dem Riker das Hirn raus und streiten uns mit Sigmund Freud, während Bauarbeiter am Schiff meißeln und aggressiv werden, wenn der Tinitus einsetzt.

Ja, Träume sind was Herrliches. Aber warum ausgerechnet Worf hier so gern von Troi nascht… Die Deutung vom Traumsymbolen ist ne Sache für sich. Wir deuten heute erstmal diese Episode. Viel Spaß beim Miträtseln!

2 Gedanken zu „Folge 190 – TNG – Traumanalyse“

  1. Hallo ihr Zylonen!

    „Da draußen ist einer, der weiß, wie die Tastatur funktioniert.“ 😂😂 Das wird mein neuer Nickname!

    „Blade Runner“ und „Blade Runner 2049“ habe ich beide gesehen und finde sie gut. Sie sind meiner Meinung nach aber nicht überragend und haben durchaus ihre Schwächen. Außerdem sind es Nischen-Filme, die eben kein Massenpublikum begeistern. Das gefällt mir aber gerade. Es ist absolut ok, etwas nicht zu mögen, wenn man sich damit beschäftigt hat, das mache ich selbst genauso. Die Themen und Fragestellungen in der Welt von „Blade Runner“ sind z. B.: „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“, „Wie sehr darf ich mich auf meine Erinnerungen verlassen?“, „Würde sich mein Status als Mensch verändern, wenn alle meine Erinnerungen und Erfahrungen künstliche Implantate wären?“, „Sind künstliche Lebensformen den biologischen Lebensformen ebenbürtig oder sollten sie ihnen gleichgestellt sein?“ findet man auch in anderen SciFi-Serien/-Filmen (Star Trek, BSG). Übrigens kommt der abfällige Begriff „Skin Job“, den einige Menschen in BSG für Zylonen verwenden, aus „Blade Runner“. Habe mich über eure Erwähnung von Felix Gaeta gefreut! Guckt die Serie zu Ende und hört fleißig „All Along the Watchtower“ von Bob Dylan in der Version von Jimi Hendrix!

    🎵
    „There must be some kind of way otta here
    Said the joker to the thief
    There’s too much confusion
    I can’t get no relief“
    🎵

    Bei euren Diskussionen zu VOY werde ich ganz viel Spaß damit haben, die unplausiblen und ärgerlichen Aspekte anzuprangern. Nach dem erwähnten Shuttle wurde schon ein Podcast benannt!
    „Traumanalyse“ fand ich beim ersten Anschauen als Teenager furchtbar gruselig. Dieser mit Zähnen besetze „Mund“, die sich an Gerodis Hals bildet, … boah! Das jagte mir damals echt einen Schrecken ein. Heute lache ich darüber.

    Ich denke, dass ihr Datas Träume überanalysiert. Normalerweise bin ich derjenige, der Star Trek überanalysiert, also macht mir bloß nicht meinen Job streitig! 😉

    Ja, Datas Traumbilder ergeben keinen Sinn und ich konnte in ihnen beim ersten Anschauen auch keine Bedeutung entlocken. Ihr sagt am Anfang aber selbst, dass Träume eben nicht immer sinnvoll sind.
    Andererseits sieht Data Bilder, in denen Deanna aufgegessen und Bills Gehirn herausgesaugt wird. Wir befinden uns im Star Trek-Universum und hatten es schon mehrmals mit Aliens zu tun, die unsere Freudinnen und Freunde übernahmen oder infizierten. In „Shades of Gray“ wurde Bill von einem unbekannten Organismus befallen. Dieser breitete sich in seinem Körper immer stärker aus, je mehr positive Gedanken er hatte. In „Time’s Arrow“ kämpften Data & Co. gegen zeitreisende Außerirdische, die Menschen die Lebensenergie aussaugten. In „Man of the People“ missbrauchte ein böser Typ unsere Deanna, in dem er seine negativen Emotionen auf ihr ablud.

    Datas Traumbilder verstehe ich darum als eine Botschaft, die besagt: „Es gibt hier jemanden oder etwas, das die Besatzung irgendwie auffrisst oder aussaugt und die Enterprise manipuliert. Data kann das aufgrund seiner Androidenhaftigkeit wahrnehmen, während es dem Rest der Crew verborgen bleibt.“. Wenn ich mir die früheren Episoden ansehe und bedenke, mit was für krassem Scheiß sie es schon zu tun hatten, liegt dieser Gedanke nahe! Man kann natürlich versuchen, die Beziehungen der Charaktere darauf zu projizieren, weil Worf möglicherweise auf Deanna steht oder Beverly schon mal eine Verletzung an Bills Schläfe behandelte. Das halte ich aber nicht für ergiebig. Ich interpretiere die Bilder eher anhand der Serie und nicht anhand der Charaktere. Vielleicht ist das Bullshit, aber so eine Meta-Interpretation finde ich manchmal schlüssiger als immer alles auf die Figuren zu beziehen. Wir gucken schließlich eine Serie, die bestimmten Konventionen folgt, mit der sich Künstler*innen ausdrücken möchten. Star Trek behandelt nicht immer vorrangig eine Story, Plots oder Charaktere, sondern manchmal das, was in den Köpfen der Leute hinter der Kamera vor sich ging.

    Die Tatsache, dass Data anstelle von Deanna Troi den holografischen Sigmund Freud konsultiert, gibt mir auf mehreren Ebenen zu denken.

    Hat er etwa kein Vertrauen mehr zu Deanna? In „Descent“ war er bei ihr, um über seine Emotionen zu sprechen! Ist er jetzt gehemmt, weil er in seinem Traum ein Stück vom Troi-Kuchen abgeschnitten hat? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Außerdem verstehe ich nicht, was für eine mega-geile KI der Schiffscomputer haben muss. In „Elementary, My Dear Data“ erzeugte der Schiffscomputer auf dem Holodeck auf Geordis Befehl hin einen Gegner in einer Sherlock-Holmes-Geschichte, der so intelligent und gerissen war, dass er Data schlagen konnte. Heraus kam das erste Hologramm mit einem Bewusstsein, nämlich James Moriarty. Da stellt sich schon die Frage, wie der Computer ein neues Lebewesen mit einem Bewusstsein erzeugen kann, das anschließend außer Kontrolle gerät und versucht, die Crew zu erpressen. In „The Nth Degree“ diskutierte Barclay auf dem Holodeck eine Nacht lang mit dem holografischen Albert Einstein, der anscheinend alle Eigenschaften und Kenntnisse (zumindest auf dem Gebiet der Physik) des realen Albert Einstein besaß. Der Schiffscomputer der Enterprise kann auf dem Holodeck also Hologramme mit Bewusstsein und vollwertige Physiker*innen erschaffen. Aaalles klar! Hier, in „Phantasms“, legt sich Data beim Hologramm von Sigmund Freud auf die Couch. Das heißt: Data lässt sich vom Schiffscomputer psychologisch analysieren! Warum kann der Computer sowas? Abgesehen davon ist das Freud-Hologramm natürlich eine Parodie, die mir die ganze Szene lang ins Gesicht schreit: „Nimm mich bloß nicht ernst! Ich bin nur eine Witzfigur!“.

    Lustig ist auch, dass Data auf Freuds Bemerkung hinsichtlich seiner (Datas) Mutter sagt
    „But I do not have a mother.“

    Data, ich verstehe zwar, wie du darauf kommst, keine Mutter zu haben, aber warte mal ab! 😁

    Deanna sollte eine Gruppentherapie mit Barclay und Data organisieren. Der eine hat Neurosen und leidet darunter, der andere hat auch Neurosen, freut sich aber darüber. Könnte interessant werden! 😅

    Anja, dein Spruch „Du erzählst sieben Mal, dein Haus brennt und beim achten Mal glaubt es dir keiner mehr.“ erinnert mich sehr an eine DS9-Folge. Dort erzählt ein Charakter diese Geschichte in abgewandelter Form, und zwar als Fabel mit dem Titel „Der Hirtenjunge und der Wolf“ bzw. „The Boy Who Cried Wolf“. Ein anderer Charakter antwortet darauf und findet eine sehr eigene Interpretation der Geschichte. Ich freue mich schon riesig auf eure Besprechung dieser Folge!

    Data wird auch in einer späteren Folge ein merkwürdiges Geräusch von sich geben. Wieso tut er das erst in der 7. Staffel?

    Yann vom Trekcast gefiel „Phantasms“ gar nicht, daran kann ich mich noch gut erinnern. Mir ist sie jedenfalls im Gedächtnis geblieben und ich finde sie z. T. auch sehr witzig. Zu gut möchte ich sie aber nicht bewerten. In der Reihe der verrückten TNG-Folgen ist sie eine der besseren, darum kriegt sie 7 von 10 Peptiden.

    Habt ihr vom „Tesla Bot“ gehört? Ich würde mir so einen Kameraden kaufen und ihm ein Telefon im Stil des späten 18. / frühen 19. Jahrhunderts in seinen Torso einbauen zu lassen, so wie bei Data in seinem Traum. Der Bot soll gar nicht viel tun, sondern nur neben mir herlaufen und das Telefon klingeln lassen, wenn jemand anruft. Dann öffne ich eine Klappe auf seiner Brust und gehe ans Telefon. Wäre das technisch machbar? Ich zwitschere Elon Musk gleich mal an… 😉

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      oh, das Lied habe ich einige Male gehört. Ich achte immer sehr gerne auf Hintergrundmusik in Filmen und Serien und musste damals unbedingt googlen, was da lief und hörte einige Versionen. So wie ich Gaeta’s Lament verschlungen habe. Alessandro Juliani ist ein guter Sänger!
      Was Data da sagte, habe ich absichtlich meine Klappe gehalten! Ich wollte nicht zu viel andeuten, hehe

      Von Elon Musuks Tesla Bot habe ich bisher nur am Rande was mitbekommen, aber musste direkt an I Robot und viele viele andere Werke denken, in denen Androiden niedrige Tätigkeiten verrichten und sich dann erheben. Oder das was schiefläuft. Keine Ahnung, ob ich so ein Ding haben wollen würde, faszinieren tut es mich schon, aber es ist auch reichlich gruselig. Vielleicht wird Überflieger Elon Musk mal der Typ werden, der uns Skynet bringt. Würde ich bei allem, was bisher im 21. Jahrhundert abging, auch nicht mehr überraschen.

      In diesem Sinne, guten Abend und bis neulich. Anja und ich machen uns nun reisefertig für die FedCon!

      LG
      Chris

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