Folge 189 – TNG – Der Schachzug – Teil 2

2 Gedanken zu „Folge 189 – TNG – Der Schachzug – Teil 2“

  1. Hi Anja, Hi Chris!

    Chris, ich habe mich sehr gefreut, dass du wieder mal den Titel einer späteren Episode droppen konntest! 😁

    Mal ernsthaft: Was träumst du denn für gruseliges Zeug?! 😱 😨 Bei deiner Schilderung eines Unfalls mit einem freiliegenden Gehirn dachte ich spontan an den berühmten Fall des Bauarbeiters Phineas Gage, dem im Jahr 1848 bei einem Unfall eine 1,10 Meter lange und 3 Zentimeter dicke Eisenstange durch den Schädel geschossen wurde:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Phineas_Gage

    Spannend, dass ein menschlicher Körper so widerstandsfähig ist und diesen grausigen Unfall überleben konnte!

    Na ja, solange du nach dem Aufwachen aus deinem Alptraum niemanden mit einem langen, messerähnlichen Werkzeug niedergestochen hast, ist alles ok! 😅

    Ich habe als Kind ein wenig Schach gespielt, weil mein Vater gern spielt. Ich kenne heute noch die Aufstellung der Figuren, ich weiß, wie die Figuren ziehen, ich kenne die kleine und die große Rochade und verschiedene Eröffnungen (italienisch, spanisch, russisch) etc. Ich bin aber nicht gut im Schach, vielleicht fehlt mir die Geduld. Andere Brettspiele wie Dame oder Mühle, Gesellschaftsspiele und Strategiespiele am PC mag ich aber durchaus. Nur das Schach ist nicht so mein Ding.

    Die Tarnfolie, über die Barans Söldnerschiff verfügt, ist meiner Meinung nach die beste und logischste Art einer Tarnvorrichtung. Auf der Erde gibt nämlich eine Umgebung, die dem Weltraum sehr ähnlich ist, und zwar die Ozeane. Ein Raumschiff hat viele Gemeinsamkeiten mit einem Schiff bzw. U-Boot:
    – Ein Raumschiff ist im Prinzip eine Metallschale, in der ein für Menschen geeigneter „Lebensraum“ geschaffen und aufrechterhalten wird und die man mithilfe seines Antriebs von einem Punkt zum anderen bewegen kann. Bei einem U-Boot ist das genauso.

    – Ein Raumschiff kann ich nicht einfach so verlassen. Wenn ich ohne Raumanzug in eine Luftschleuse und die äußere Tür öffne, werden mich das Vakuum des Alls, die Strahlung und die Kälte töten. Bei einem U-Boot verhält es sich ähnlich. Nur sind es da das Wasser, also die Abwesenheit von Atemluft, der Wasserdruck und die Kälte, die mein Leben beenden werden.

    – Ein Raumschiff wie die Enterprise verfügt prinzipiell über eine unbegrenzte Reichweite, die nur von der Versorgung mit Dilithium, Deuterium und Ersatzteilen abhängt. Ein Atom-U-Boot besitzt ebenfalls eine theoretisch unbegrenzte Reichweite, die nur von der Versorgung mit Vorräten und Ersatzteilen abhängt.

    – Die Waffen eines Raumschiffs wie der Enterprise haben eine große Reichweite. Laut dem „Star Trek: The Next Generation Technical Manual“ besaßen die ersten Photonentorpedos aus dem 23. Jahrhundert eine maximale Reichweite von 750.000 Kilometern. Bei späteren Modelle betrug sie sogar 3,5 Millionen Kilometer. Das widerspricht zwar einer Aussage in der Episode „The Wounded / Der Rachefeldzug“, wo die Reichweite eines Torpedos mit weniger als 300.000 Kilometern angegeben wird. Trotzdem ist die Reichweite riesig. Die Waffenreichweite eines Atom-U-Bootes, das mit Torpedos, Seezielflugkörpern und Marschflugkörpern bewaffnet ist, beträgt mehrere tausend Kilometer und ist dadurch mit der der Enterprise vergleichbar.

    – Die Sensorreichweite der Enterprise ist noch größer als die Waffenreichweite, weil man ein Ziel logischerweise zuerst erfassen muss, um es anzugreifen. Ich konnte keine Zahlen über ihre Sensorreichweite finden, aber im Star Trek-Universum scannt man gerne mal über Entfernungen von mehreren Lichtjahren. Ein Luftverteidigungsradargerät kann laut Wikipedia eine Reichweite von 450 Kilometer und mehr haben. Die Reichweite eines Schiffsradars entzieht sich meiner Kenntnis.
    Insgesamt ist es in einem Raumkampf meiner Meinung nach viel wichtiger, für die Sensoren des Feindes unsichtbar zu sein als für das menschliche oder wie auch immer geartete Auge. In Star Trek und anderen SciFi-Universen stehen sich die Raumschiffe oft auf Sichtweite gegenüber. Wenn eines der Schiffe über eine Tarnvorrichtung verfügt, wird sie durch einen visuellen Spezialeffekt dargestellt.

    Die optische Wahrnehmung eines feindlichen Raumschiffes sollte aufgrund der Sensor- und Waffenreichweite der beteiligten Schiffe aber eine untergeordnete Rolle spielen. Die Besatzung eines Kriegsschiffes auf der Erde, also eines bewaffneten Wasserfahrzeugs, muss ein militärisches Ziel (z. B. ein feindliches Schiff) nicht mit bloßem Auge sehen können, um es anzugreifen. Sie muss lediglich seine Position, seinen Kurs und seine Geschwindigkeit kennen. In einer Seeschlacht stehen sich die Schiffe auch nicht „Auge in Auge“ gegenüber, sondern bekämpfen sich auf Entfernungen von vielen Kilometern. Beispiele für solche Gefechte findet man im Pazifikkrieg zwischen Japan und den Alliierten (1941 bis 1945) und im Falklandkrieg zwischen Argentinien und Großbritannien (1982). Zur Verdeutlichung: Die HMS Sheffield war ein Zerstörer der Royal Navy und wurde während des Falklandkrieges versenkt. Die Versenkung erfolgte durch den Angriff zweier argentinischer Jagdbomber, die aus einer Entfernung von 25 Seemeilen (= 46,3 Kilometern) je eine Rakete abfeuerten. Ich bezweifle, dass die Besatzung der Sheffield die angreifenden Flugzeuge sehen konnte, getroffen wurden sie trotzdem.

    Bei einem Kampf im dreidimensionalen, unendlich großen Weltraum müsste das erst recht der Fall sein, v. a. wenn sich Großkampfschiffe wie Schlachtschiffe und Kreuzer bekämpfen. Die USS Enterprise-D (NCC-1701-C) ist ein Schiff der Galaxy-Klasse und laut Memory Alpha ein Forschungsschiff (auch wenn Jean-Luc mal etwas anderes behauptete). Die USS Enterprise (NCC-1701) war aber ein Schwerer Kreuzer.

    Irgendwie denke ich, Data besitzt einen Freifahrtschein für Sticheleien und Streiche. Er hat zwar manchmal Emotionen, kann sie aber nicht richtig empfinden oder damit umgehen und versteht den Humor seiner Kollegen oft nicht. Es gab aber schon in „Liasions“ einen Dialog mit Worf, der zumindest darauf hindeutet, dass Data ganz schön austeilen kann:
    WORF: Ambassador Byleth is demanding, temperamental and rude.
    DATA: You share all of those qualities in abundance. Perhaps you should try to build on your similarities.

    In der Schlussszene von „Gambit“ führt Data den „Verräter“ Riker in seine Zelle. Versteht er Picards Ironie vielleicht doch und tut nur so, als ob er sie nicht verstünde, um Riker zu verarschen? Das würde den Dialog mit Worf in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen! 😉

    Ich kann die beiden Teile von „Gambit“ nicht getrennt bewerten, weil es EINE Geschichte mit EINER Handlung ist. Die Tatsache, dass wir über den Sinn und Zweck des Ganzen so lange nichts erfahren, kreide ich darum schon dem ersten Teil an. Für mich überwiegen aber die Vorteile. In meinen Augen fügt sich diese Doppelfolge besser ins Star Trek-Universum ein als beispielsweise „Time’s Arrow“. In TNG gab es schon mehrere Folgen über Geheimdienste, Schmuggler und Archäologie. Deswegen ist „Gambit“ eher in die Serie eingebunden als die Devidianer, von denen wir weder vor „Time’s Arrow“ noch danach etwas hören. Ich gebe „Gamit, Part I and II“ 7 von 10 Tonscherben.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    P.S.: Ich genehmige mir jetzt ein Stück des leckeren Peptid-Kuchens, der aussieht wie Deanna Troi und danach sauge ich Bill Riker das Gehirn aus. OM NOM NOM! 🤣🤣

    1. Hi 2Voq,

      frag nicht, was ich träume, ich bin selbst ganz schockiert, was so los war. Als Kind ging das richtig ab, aber auch längst alles weiß ich nicht mehr.
      Aber vielen Dank für den Link zu Phineas Gage, krasse Story würde ich sagen. Medizin interessiert mich auch etwas, auch natürlich solch wundersame Werdegänge.
      Deine Kritik an Gambit kann ich gut nachvollziehen, v. a. im Vergleich zu Time’s Arrow, den Anja und ich als schlechtesten Zweiteiler in TNG beschrieben haben, trotz seiner Schauwerte. Unterm Strich will es aber nicht ganz passen, und da stimme ich dir voll und ganz zu.

      Ein Stück Kuchen esse ich jetzt auch – mit Mint Frosting! Keine Schokolade!

      LG
      Chris

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