Folge 180 – TNG – Phantasie oder Wahrheit

Eine Undercover-Außenmission ist schwer zu koordinieren. Da kann so viel schief gehen, so viele Eventualitäten sind zu berücksichtigen, dass man regelrecht verrückt werden kann. Der gute Riker rauft sich regelrecht die Haare bei dem Versuch, den Überblick zu behalten über die Geschehnisse in der heutigen Episode – so wie wir.

Fassen wir uns gemeinsam an die Hände und versuchen da mal gemeinsam durchzusteigen. Viel Spaß!

Ein Gedanke zu „Folge 180 – TNG – Phantasie oder Wahrheit“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris! 🙂

    Mir fällt zumindest ein Horrorfilm ein, den ich im Herbst/Winter gruseliger finde als im Frühling/Sommer, nämlich „The Thing“ von 1982. Wenn es draußen dunkel und kalt ist, haut er meiner Meinung nach noch mehr rein.

    Zu „Frame of Mind / Phantasie oder Wahrheit“:
    Interessant, dass eine Episode gegen Ende der 6. Staffel einen ähnlichen deutschen Titel hat wie eine Episode am Anfang der 2. Staffel! „Phantasie oder Wahrheit“ könnte man nämlich fast mit „Illusion oder Wirklichkeit“ verwechseln.

    Ich mag Geschichten, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen, die Protagonist*innen tatsächlich oder vermeintlich „verrückt werden“, an Paranoia oder Halluzinationen leiden u. ä. Solche Motive werden in Filmen immer wieder benutzt, z. B. im von euch angesprochenen „Inception“ und „Matrix“, aber auch in Filmen wie
    • Vertigo – Aus dem Reich der Toten
    • Rosemaries Baby
    • Angel Heart
    • Black Swan
    • Shutter Island
    • Trainspotting
    • A Scanner Darkly
    • Fight Club
    • The Sixth Sense
    • Memento
    • Total Recall (Das Original!!)

    In jedem dieser Filme frage ich mich, ob das, was die Protagonistin/der Protagonist gerade erlebt, die Realität oder ein Traum, eine Einbildung, eine Halluzination oder irgendeine Art von Illusion ist. Es geht immer darum, wie Menschen ihre Umgebung wahrnehmen und die „Realität“ eigentlich definieren. Tatsächlich gibt es keine eindeutige Antwort, weil man die Realität als solches schlecht greifen kann. Jede Person hat ihre individuelle Wahrnehmung, Gedanken- und Gefühlswelt. Was ich als angenehm empfinde, kann für andere Menschen unangenehm sein und umgekehrt. Was mir ethisch/moralisch richtig erscheint, kann auf andere Menschen diskriminierend und verletzend wirken. Wir bemerken solche Dinge oft nicht, weil es uns naturgemäß schwerfällt, andere Perspektiven einzunehmen. Das eigene Erleben und die eigenen Bedürfnisse stehen letztendlich doch im Vordergrund.

    Das ist auch eines der Themen in „Blade Runner“ und „Ghost in the Shell“: Erinnerungen können falsch oder manipuliert sein. Wie sehr kann ich mich auf meine Erinnerungen verlassen? Wenn meine Erinnerungen gefälscht wurden oder ich mich falsch erinnere, bin ich dann überhaupt der, für den ich mich halte?

    Beispielsweise ist es mir unmöglich, den von Menschen verursachten Klimawandel und das damit verbundene sechste Massenaussterben anzuzweifeln oder zu leugnen. Es gibt Menschen, die das tun und ihre Meinung dabei oft sehr lautstark vertreten, aber diese Denkweise ist mir ein Rätsel. Es ist wie ein Paralleluniversum, eine andere Realität, zu der ich keinen Zugang habe.

    Star Trek beschäftigt sich immer wieder damit, andere Realitäten und Illusionen zu zeigen. Das ist eine wiederkehrende Story, ähnlich wie Zeitreisen und Charaktere, die ihrem „eigenen Ich“ begegnen (Kirk in „The Enemy Within“, Picard in „Time Squared“). Riker steckte in „Future Imperfect / Gedächtnisverlust“ schon mal in einer Illusion fest, die ihm ein falsches Leben vorgaukelte. Picard hatte in „The Inner Light / Das zweite Leben“ so ein Erlebnis. Es gibt eine Star Trek-Folge, in der sich ein Hauptcharakter in seiner gewohnten Umgebung fremd fühlt und fast niemanden für real hält. Es gibt sogar eine Folge, in der sich eine ganze Raumschiffbesatzung mit mehreren hundert Personen fragt, ob sie „real“ sind. Das ist eine meiner absoluten Lieblingsfolgen. Ich freue mich schon sehr auf die TvS-Besprechung!

    Auch wenn die vielen Ebenen am Ende von „Frame of Mind“ übertrieben sind und die Story ein paar Löcher hat, finde ich die Folge gut. Jonathan Frakes spielt den Insassen einer (serientypisch stereotyp-überzeichneten) Psychiatrie großartig! Für mich ist es darum eine der besten Riker-Folgen. Wie ihr sagt, ist es eine Horror-Story. Sie spielt sich aber im Kopf (in Rikers Kopf und in unseren Köpfen) ab und kommt ohne typische Horrorelemente wie Monster oder harte Gewaltdarstellungen aus. Die Folge hat ihre Schwächen, regt aber meine Phantasie (mit „Ph“!) an und ist gut gespielt. Darum komme ich auf 8 von 10 Theaterkulissen.

    Stammte das „Dreieckskissen“ vom DS9-Set? Dort schlafen die Charaktere dauernd auf solchen Kissen.

    Wir hören/lesen/schreiben uns nächste Woche wieder, zu Whoopi Goldbergs letzten Auftritt als Guinan in TNG! 😭😭😭

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

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