Folge 179 – TNG – Das fehlende Fragment

Im Deutschen wird ja gerne humoid mit human verwechselt! Wen das aufregt, den können wir heute beruhigen, dafür gibt es einen guten Grund. Den Spruch „wir sind doch alle gleich“ haben viele schon mal gehört, aber nicht gewusst, wieviel Wahres dahinter steckt. Es sind keine Entscheidungen der Macher und des Make-Ups, um Geld zu sparen, dahinter steckt ein Milliarden Jahre alter Plan. Hier werden gewaltige Geschütze aufgefahren, alte Professoren, Matroschka-Naiskos und eine Planeten-Hatz, die einem James Bond oder Indiana Jones würdig wären! Mal sehen, wie das ausgeht?!

Ein Gedanke zu „Folge 179 – TNG – Das fehlende Fragment“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris! 😉

    „The Chase / Das fehlende Fragment“ gehört zu den TNG-Folgen, die von „Sinnlos im Weltraum“ mit einer „speziellen“ Synchronisation im Siegerländer Platt versehen wurden. Darum denke ich z. B. bei der Szene mit Picard und Dr. Crusher im Ready Room:
    „Schwarzer Kaffee, Junge!“ 🤣🤣

    Anja, du vergleichst einen archäologischen Fund wie den kurlanischen Naiskos mit Gemälden, die sich in Privatbesitz befinden. Ich finde diesen Vergleich falsch! Du hast zwar insofern recht, dass Archäologie und Kunst verwandt sind. Archäologinnen und Archäologen untersuchen bei ihrer Arbeit verschiedene Gegenstände, u. a. Gemälde. Trotzdem ist hier meiner Meinung nach eine Unterscheidung zwischen Malerei und Archäologie nötig.

    Mit den von dir angesprochenen Gemälden in Privatbesitz meinst du sicher Werke der „alten Meister“ wie Antonio da Correggio, Jan van Eyck, Tizian, El Greco, Rembrandt, Jan Vermeer, Louis de Silvestre Leonardo da Vinci, Giovanni Battista Tiepolo und Albrecht Dürer, die in Westeuropa zwischen dem 15. Und 18. Jahrhundert geschaffen wurden. Wenn ich an Gemälde denke, fallen mir spontan diese Namen ein. Ich habe wenig Ahnung von Kunst, aber soweit es mir bekannt ist, erledigten diese Maler viele Auftragsarbeiten für reiche Adlige, Kaufleute usw. Wenn eine dieser Personen vor Jahrhunderten z. B. bei Rembrandt ein Gemälde in Auftrag gab und ihn dafür fürstlich entlohnte, kann es sich bis heute im Besitz dieser Familie befinden. Die Nachkommen stellen es dann vielleicht einem Museum als Leihgabe zur Verfügung. Das ist ok, weil dieses Kunstwerk rechtmäßig erworben wurde.
    Der Naiskos ist aber ungefähr 12.000 Jahre alt und deshalb eher mit Figuren zu vergleichen, die während der Steinzeit geschaffen wurden, z. B. die „Venus von Willendorf“ (ca. 30.000 Jahre alt) oder die „Schwimmenden Rentiere“ (ca. 13.000 Jahre alt). Bei diesen Kunstwerken sind die Künstlerinnen / Künstler und die Erschaffung schon längst nicht mehr nachvollziehbar. Deswegen kann man im Gegensatz zu den oben genannten Gemälden nicht sagen, dass sie erschaffen und gekauft wurden und seitdem in der Familie der Person, die sie erworben hat, vererbt werden. Die Kurlan, also die Zivilisation, in der der Naiskos geschaffen wurde, ist schon lange untergegangen und so wie ich es verstanden habe, starb sogar die Spezies aus. Wer darf im 24. Jahrhundert Anspruch auf die Artefakte der Kurlan erheben? Ganz bestimmt nicht der Föderationsbürger Professor Galen, der auf Kurl nichts verloren hat, weil dieser Planet weit außerhalb des Föderationsraumes liegt! Das wäre so, als ob ein deutscher Professor für Archäologie nach Pakistan fliegen, dort auf eigene Faust in den 2.800 Jahre alten archäologischen Ruinen in Moenjodaro buddeln und einfach so Gegenstände mitnehmen würde, um sie seinem Freund und Hobby-Archäologen zu schenken!

    Vash wurde als verschlagene, zwielichtige Archäologin und Abenteuerin vorgestellt, die ihr Wissen um antike Kulturen schamlos zur persönlichen Bereicherung missbraucht. Galen ging prinzipiell genauso vor wie sie! Der einzige Unterschied ist, dass er seine Funde nicht verkaufte. Trotzdem beging Galen ebenso wie Vash dreisten Diebstahl. Ob er damit reich werden oder seinem ehemaligen Schüler Picard beschenken wollte, ist einerlei.

    Als sich die Enterprise während des zweiten Aktes im Orbit von Ruah IV befindet, fragt Picard Data, welche Infos über Indri VIII vorliegen. Data antwortet:
    „The Indri system was first identified by Federation vessels nearly sixty years ago. The eighth planet is L-class. It is covered by deciduous vegetation …“
    Indri VIII war also von laubabwerfenden Pflanzen (deciduous vegetation) bedeckt. Später gibt Nu’Daq zu, die Atmosphäre von Indri VIII mit einer Plasmareaktion zerstört zu haben. Der Planet dürfte dadurch unbewohnbar sein. Aha, Nu’Daq besitzt also eine Waffe, mit der er ganze Planeten unbewohnbar machen kann? In „The Wrath of Khan“ war das Genesis-Device, das als Massenvernichtungswaffe zur Zerstörung von Planeten eingesetzt werden könnte, noch ein Riesenthema … die Föderation sollte ihren Geheimdienst beauftragen, mehr über Nu’Daqs Waffe herauszufinden!

    Bei der Bewertung von „The Chase / Das fehlende Fragment“ stimme ich euch zu. Sie ist nett, macht Spaß und ich kann sie mir gut anschauen. Leider wird hier ein riesiges Fass aufgemacht, dass dann offen herumsteht und niemanden mehr interessiert. Ich mag generell solche Folgen nicht, die das ganze Universum umkrempeln und auf links drehen. Es bleibt eben folgenlos! Wenn das der Beginn eines Story Arcs wäre, könnte es spannend sein, aber so darf ich die Episode einfach auslassen, ohne etwas Wesentliches zu verpassen. Mir fehlt die Relevanz für TNG, die Charaktere und das Star Trek-Universum.

    Ich gebe „The Chase / Das fehlende Fragment“ 5 von 10 geklauten archäologischen Funden.

    Ich freue mich, dass in der nächsten Folge wieder mal Riker im Vordergrund steht! Das tat er zwar schon öfter, z. B. in „Hide and Q / Rikers Versuchung“, in „The Icarus Factor / Rikers Vater“, in „The Vengeance Factor / Yuta, die Letzte ihres Klans“ und in „First Contact / Erster Kontakt“, aber so viel Charakterentwicklung wie Picard, Data und Worf bekam er bisher nicht. Das ändert sich glücklicherweise zum Ende der sechsten Staffel und in der siebten gibt es auch eine Folge, die ihn in den Mittelpunkt stellt.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

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