Folge 178 – TNG – Der Feuersturm

Picard packt seine Flöte aus um sie seiner Angebeteten zu zeigen! Die fackeln nicht lange bis sie anfangen mit ihrer Session – direkt in den Jeffries-Röhren, so laut, dass es selbst Geordi und seine Mannen einige Decks tiefer im Maschinenraum hören! Ja, heute geht mächtig die Post ab, oder sollte ich sagen, da fegt ein mordsmäßiger Feuersturm direkt zwischen Johnny und Nella?!

Viel Spaß!

2 Gedanken zu „Folge 178 – TNG – Der Feuersturm“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    „Picard packt seine Flöte aus, um sie seiner Angebeteten zu zeigen…“ hmm… ich wollte die Frage stellen, ob Nella auf Jeans Flöte spielen durfte. Natürlich meine ich seine ressikanische Flöte! Was könnte sonst damit gemeint sein…? 😅

    Ich mag „Lessons“ auch. Wie ihr richtig sagt, ist es schön, Jean-Luc mal ordentlich verliebt zu sehen, das vertieft seinen Charakter enorm. Nella gefällt mir auch (als Frau und als Charakter). Ich hätte sie gern wiedergesehen. Dass wegen ihres Experimentes in der Astrometrie alle anderen Systeme an Bord abgeschaltet werden müssen, ist aber wirklich doof! Das Autorenteam hätte auch einfach erklären können, dass Picard an ihrem Projekt interessiert ist und in das Labor es sich anschauen möchte. So lernen sich die beiden kennen und bringen die Story ins Rollen. Das hätte ich viel logischer gefunden!

    Der deutsche Titel „Der Feuersturm“ ist eben ein typischer deutscher Titel! Er konzentriert sich auf EINEN Aspekt der Folge und lässt das Wesentliche außer Acht. Ich mache gerade einen DS9-Rewatch. Die deutschen Titel in der 4. Staffel sind oft wörtliche Übersetzungen oder, wo das nicht möglich war, passend gewählt! Das empfinde ich tatsächlich als wohltuend.

    Ihr habt die Serienbibel angesprochen, in der das Fraternisieren innerhalb der Crew verboten wurde. Ich finde, „Lessons“ liefert auch für die Charaktere sehr gute Gründe, keine Liebesbeziehungen mit Kollegen oder Vorgesetzen einzugehen! Klar, Nella muss als Astronomin irgendwie in Lebensgefahr geraten, obwohl das nicht wirklich Sinn ergibt. Ansonsten finde ich die Begründung aber sehr glaubwürdig.

    Stellen wir uns ein Paralleluniversum vor in dem, Beverly und Jean-Luc seit Beginn der dritten Staffel ein Liebespaar sind. Beverly verlor schon ihren Ehemann Jack, der ebenfalls Sternenflottenoffizier war, durch einen Unfall während seines Dienstes an Bord der USS Stargazer. Für sie und ihren Sohn Wesley war Jacks Tod ein Trauma, das sie bis heute nicht verarbeiten konnten. Trotzdem verliebt sich Beverly jetzt wieder in einen Sternenflottenoffizier. Wo die Liebe hinfällt! Jean-Luc ist auch nur ein Mensch und kann sich seiner Gefühle für Beverly (wie bei Nella) nicht erwehren.

    Jean-Luc und Beverly leben jetzt in einem gemeinsamen Quartier, Wesley bewohnt sein eigenes Quartier, bis er die Enterprise verlässt und die Akademie besucht. Eine Staffel entspricht ungefähr einem Jahr. Ein paar Monate nachdem sie sich ihre Liebe gestanden haben, entführen Terroristen Beverly und greifen die Enterprise an („The High Ground“). Jean-Luc sorgt sich noch mehr um Bev als er sich in „Lessons“ um Nella sorgt. Er setzt alles daran, sie zu befreien, reagiert dabei extrem emotional und kann sich nur mit Mühe beherrschen. Verständlich, schließlich ist seine Lebensgefährtin gerade von brutalen Verbrechern entführt worden! Am Ende wird Beverly befreit, sie und Jean fallen sich in die Arme, küssen sich leidenschaftlich und sind wieder vereint.

    Jean-Lucs Sexabenteuer mit Vash in „Captain’s Holiday“ und die Geschichte mit Kamala finden in diesem Universum einfach nicht statt.

    Ein Jahr nachdem sie sich ihre Liebe gestanden haben, kommt es in „The Best of Both Worlds“ zur zweiten Konfrontation der Enterprise mit den Borg. Diesmal ist Jean-Luc derjenige, der entführt wird. Die Borg assimilieren ihn in ihr Kollektiv, damit er den Angriff auf die Erde anführt. Was macht das mit seiner geliebten Beverly? Sie ist emotional aufgewühlt (das wäre ich an ihrer Stelle auch!), schafft es aber gerade noch, ihre Professionalität zu wahren und als Ärztin weiterzuarbeiten. Schließlich möchte sie ihrem Jean-Luc mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln helfen und er braucht sie jetzt mehr denn je. Zwar kann Bev ihn mithilfe der Crew befreien, die Assimilierung rückgängig machen und seine körperlichen Wunden heilen. An seinen seelischen Wunden wird er aber noch sehr lange leiden müssen und Beverly leidet mit ihm.

    Einige Wochen später stürzen Jean-Luc und Wesley mit einem Shuttle ab („Final Mission“). Damit sind Beverlys Sohn und Lebensgefährte in Gefahr. Wahrscheinlich lässt sie sich währenddessen von ihrer Freundin Deanna betreuen. Natürlich kehren Jean und Wes ohne schlimme Verletzungen zurück und die Patchworkfamilie ist wieder beisammen, bevor sie sich von Wesley verabschieden.

    Wie reagiert Bev, als ihr Jean in „The Drumhead“ von der faschistoiden Admiralin Satie quasi unter Anklage gestellt wird? Das hätte ich tatsächlich gern gesehen!

    Wiederum ein paar Wochen später kommt es in „Disaster“ zur Katastrophe auf der Enterprise. Bev und Jean sind voneinander getrennt. Wieder bangt jeder der beiden um den anderen. Am Ende ist alles wieder in Butter, obwohl wahrscheinlich viele Leute gestorben sind, aber egal. *Lustige Abschlussszene*

    So geht es bis zum Ende der Serie weiter. Im vierten Jahr von Beverlys und Jeans Partnerschaft wird er zuerst von den Cardassianern gefangen genommen und gefoltert („Chain of Command“) und danach in „Tapestry“ schwer verletzt und sie muss ihn als seine Ärztin behandeln. Ich kann mir etwas Angenehmeres vorstellen, aber die beiden wussten, dass es schwierig werden würde!

    Versteht ihr, worauf ich hinauswill? Wenn Jean-Luc und Beverly oder Deanna und Bill oder andere Crewmen der Enterprise ein Liebespaar wären, müssten sie ständig mit der Angst leben, den anderen zu verlieren. Beverly hat das alles nach Jacks Tod schon mal durchgemacht. Man kann sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt, aber MÖCHTE Beverly das? Möchte sie immer und immer wieder die Angst und den Schmerz erleben, nachdem sie es schon einmal erlitten hat?

    Vielleicht ist TNG die falsche Serie, um über Liebesbeziehungen zu diskutieren, weil es keine langfristigen Beziehungen gibt. DS9 ist da schon ganz anders, dort gibt es gleich mehrere Paare und Familien mit Söhnen, Töchtern, Vätern und Müttern.

    Nein, Nella hätte sich nicht versetzen lassen müssen. Ich finde es aber sehr gut nachvollziehbar, dass sie keine Liebesbeziehung mit Jean-Luc eingehen möchte. Ja, „Beziehungen scheitern am Job“, aber der Job in der Sternenflotte ist eben kein „9-to-5-Job“, wo man sicher ist, jeden Tag nach Feierabend wieder nach Hause zu kommen! Es geht oft um lebensgefährliche Missionen und feindselige Gegner. „Star Trek“ ist nicht „Gilmore Girls“! 😉

    Ich gebe „Lessons“ 7 von 10 Rollpianos.

    Ist euch an Nellas Rollpiano was aufgefallen? Ich finde das Ding super! 🤣 Vor dem Duet in der Jefferies-Röhre rollt sie es auf dem Boden aus. Da ist es noch eine Gummimatte mit schwarzen und weißen Tasten. Danach kommt ein Schnitt und man sieht Jean-Luc, der ihr erklärt, wo sie sich gerade befinden. Sie antwortet, dass dies der akustisch gesehen beste Ort an Bord der Enterprise ist. Sie fängt an zu spielen und – Schwupps! – plötzlich hat ihr Rollpiano Füße! Wo kommen diese Füße her? 🤔
    https://www.youtube.com/watch?v=c4y_oWBiwAo

    Auf zur TNG-Schnitzeljagd! 😁

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      danke für den Hinweis auf den Filmfehler, ist mir gar nicht aufgefallen. Muss ich mal verstärkt wieder drauf achten, hehe.
      Deine Parallelwelt mit Picard und Beverly finde ich sehr interessant. Schreib doch mal Fanfiction, ich würde es bestimmt lesen und gut finden 😉

      LG
      Chris

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