Folge 165 – TNG – Besuch von der alten Enterprise

SCOTTY IS BACK! Als alte Freunde der TOS-Crew freut sich insbesondere Anja wie ein Kind an Weihnachten, dass der alte Recke so gut wie eh und je auf einem havarierten Schiff auftaucht – immer noch der Technikwunderknabe wie man ihn kennt und liebt. Nebenbei läuft eine Entdeckungsmission, die nicht minder interessant wäre: die eher ungastliche Wohnsphäre eines Nachfahren eines bekannten Staubsaugerherstellers öffnet seine Pforten. Viel Spaß mit unserem kleinen Special zum Staffelbeginn.

4 Gedanken zu „Folge 165 – TNG – Besuch von der alten Enterprise“

  1. Liebe Anja, lieber Chris,
    da bin ich heute doch tatsächlich auf euren für mich als Hörer verspäteten Aprilscherz hereingefallen und ich muss sagen, dass ich wirklich traurig gewesen wäre, wenn euer Projekt zuende gegangen wäre. Deshalb nutze ich diesen Scherz eurerseits mal, um euch ein Lob für euren tollen Podcast dazulassen.
    Entdeckt habe ich euch vor einiger Zeit durch das Hören der Bretterwisser und als alter Freund aller Serien habe ich inzwischen jede Folge gehört und lasse mich von euch jeden Freitag gerne dorthin entführen, wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist.
    Macht weiter so. Es gibt schließlich noch viele tolle Folgen zu besprechen!

    1. Hallo BochumerJung,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Schön zu lesen, dass du von den Bretterwissern kommst. Wir hoffen sehr, dass wir bald in der Lage sein werden, wieder zu spielen, schließlich hatten wir da mal so ein Pandemie-Projekt am Laufen. Konnte ja keiner wissen, dass wir das in der Realität auch mal erleben dürfen.

      Liebe Grüße und bis bald bei vielen tollen Folgen.
      Chris

  2. Hallo Anja, Hallo Chris! 😉

    Euer kleiner Aprilscherz hat euch mehr Spaß gemacht als mir! 🤣

    Den Urlaubsplaneten Risa gab es schon im 22. Jahrhundert. Captain Archer und seine Crew verbringen dort in einer ENT-Folge ihren Landurlaub.

    Mir gefällt nicht so ganz, wie Scotty in dieser Folge geschrieben wurde. Man möchte etablieren, dass er im Wortsinn „aus der Zeit gefallen“ ist und sich nutzlos fühlt. Dazu dienen die Szenen mit dem „Praktikanten“, wie ihr ihn nennt und der Besuch im Maschinenraum. Meiner Meinung nach kommt das echt mit dem Holzhammer! In der Maschinenraum-Szene sehe ich das Versäumnis auch auf Scottys Seite bzw. an seiner Charakterisierung. Ja, er ist eine Legende. Trotzdem sind er und Geordi Kollegen! Ich würde am Arbeitsplatz eines Kollegen fragen, wie dort gearbeitet wird und welche Abläufe es gibt, wie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu meiner Arbeit sind usw., aber Scottys Art, einfach mal an den Maschinen rumzupfuschen und den Chefingenieur der Enterprise (!) zu belehren („Do you know that your dilithium crystals are going to fracture?“) ist doch sehr oberlehrerhaft! Scotty benimmt sich wie ein ehemaliger Kameramann, der im Jahr 1897 geboren wurde, in den 20er Jahren mit Stars wie Buster Keaton, Charlie Chaplin und Douglas Fairbanks legendäre Filme gedreht hat und mit 80 Jahren am Set von „Star Wars“ aufschlägt, um den Kameramännern dort die Bedienung ihrer Ausrüstung zu erklären. Er hat gerade 75 Jahre „verschlafen“! Sogar im 23. Jahrhundert gab es bestimmt auf allen Raumschiffen, Raumstationen, Kolonien etc. eigene Arbeitsabläufe, die ein wenig anders waren als anderswo, weil dort einfach andere Anforderungen erfüllt werden mussten. Im Dialog mit Picard erklärt Scotty sogar selbst, dass er auf vielen verschiedenen Raumschiffen gedient hat: auf Frachtern, Kreuzern und der Enterprise. Und überall wurde ein bisschen anders gearbeitet! Heutzutage gehen doch auch in jedem Betrieb und jeder Abteilung „die Uhren anders“, wie man so schön sagt. Mich stört außerdem, dass er so auf seine Technikverliebtheit reduziert wird. Als altgedienter Captain müsste Scotty eigentlich andere Interessen haben und über dem Herumschrauben am Warpantrieb stehen. Picard ist schließlich auch ein erfahrener Captain, hat aber seine Hobbys wie Musik und Archäologie. Ich finde es schade, dass Scotty sich anscheinend nicht weiterentwickelt hat und immer noch das tut, was er vor einem Jahrhundert jahrzehntelang getan hat. Er wollte immer Ingenieur sein, ist jetzt aber im Ruhestand und sollte sich mit anderen Dingen beschäftigen. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, wie er in der Norpin-Kolonie an einem Warpantrieb herumbastelt. Zur Rettung der Enterprise am Ende hätten er und Geordi ja trotzdem zusammenarbeiten können.

    Mein zweites Problem besteht in dem künstlich aufgebauten Zeitdruck, der hier herrscht. Die Crew kann sich doch Zeit lassen, oder? Die Sphäre läuft ihnen nicht weg! An Picards Stelle hätte ich nach der Entdeckung der Dyson-Sphäre mit dem Sternenflotten-HQ geskypt und gesagt: „Admiral Nakamura (oder wer auch immer da gerade verantwortlich ist), wir haben hier zufällig eine Dyson-Sphäre entdeckt. Das ist vielleicht ein tolles Ding sag‘ ich Ihnen! Außerdem konnten wir mit Captain Montgomery Scott eine lebende Legende an Bord nehmen. Er war 75 Jahre lang verschollen, ist jetzt aber wohlauf.“ Der Admiral hätte lächelnd geantwortet: „Alles klar, Captain Picard. Untersuchen Sie die Dyson-Sphäre gründlich, Ich schicke Ihnen die USS Curie und die USS Earhart zur Unterstützung. Richten Sie Captain Scott bitte meine besten Glückwünsche aus! Wir bereiten im HQ einen Empfang für ihn vor. In vier bis fünf Wochen erwarte Ich Ihren Bericht.“ Wieso stresst sich die Crew so rein?

    Der Abschnitt, in der sich Scotty vom dem Holodeck die Brücke der „Ur-Enterprise“ simulieren lässt, ist ein Highlight dieser Episode. Den Dialog zwischen Scotty und dem Computer vor dem Betreten des Holodecks finde ich interessant:

    COMPUTER: Please enter programme.
    SCOTT: The android at the bar said you could show me my old ship. Let me see it.
    COMPUTER: Insufficient data. Please specify parameters.
    SCOTT: The Enterprise. Show me the Bridge of the Enterprise, you chattering piece of
    COMPUTER: There have been five Federation ships with that name. Please specify by registry number.
    SCOTT: NCC One Seven Oh One. No bloody A, B, C, or D.
    COMPUTER: Programme complete. Enter when ready.

    Aha, es gab also fünf Föderationsraumschiffe mit dem Namen „Enterprise“. Damit müssen diese hier gemeint sein:
    1) NCC-1701
    2) NCC-1701-A
    3) NCC-1701-B
    4) NCC-1701-C
    5) NCC-1701-D

    Dazu habe ich zwei Fragen:
    1) Wo ist die Enterprise (NX-01) geblieben? Ja, diese Frage ist unfair, aber rückblickend gesehen stelle ich sie trotzdem.
    2) Der Computer weist Scottys ersten Befehl mit der Begründung von „unzureichenden Daten“ zurück, aber sein „NCC Eins Sieben Null Eins. Kein verdammtes A, B, C oder D!“ wird akzeptiert. Unterschlägt man hier etwa allen Ernstes den Umbau der NCC-1701 in den späten 2260 bis in die frühen 2270er Jahre? Nach dem „Refit“ hatte sie nämlich keinen Buchstaben in ihrer Registrierungsnummer, aber innen und außen ein ganz anderes Design sowie bessere Technik als vorher! Woher weiß der Computer, dass Scotty nicht die Brücke der umgebauten und modernisierten NCC-1701 sehen möchte? Vielleicht gefällt sie ihm nach dem Umbau noch besser als vorher, weil sie nachgerüstet wurde! Liest der Schiffscomputer seine Gedanken? 🤔

    Außerdem finde ich es lustig, wie Scotty Data als „den Androiden an der Bar“ bezeichnet. Das ist ja wie in „Mission ohne Gedächtnis“, als Data sich selbst für einen Barkeeper hält! 😅

    Im Buch „Kosmologie für Fußgänger“ von Harald Lesch und Jörn Müller habe ich gelesen, dass im Kern der Sonne eine Temperatur von 15 Millionen Kelvin und ein Druck von 200 Milliarden Erdatmosphären herrscht. Dort fusioniert sie pro Sekunde 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 595 Millionen Tonnen Helium. Die „verlorene“ Masse von 4 bis 5 Millionen Tonnen strahlt unsere liebe Sonne an ihrer Oberfläche als Energiemenge in der Größenordnung von 385 Billionen Billionen Joule ab! 😲 UN-FASS-BAR!

    Auf dem YouTube-Kanal „Kurzgesagt“ gibt es ein schönes Video zur Dyson-Sphäre:
    https://www.youtube.com/watch?v=9WbK7CafeZY
    Am besten finde ich diesen Satz: „Menschen am Leben zu erhalten ist teuer und sie gehen ziemlich leicht kaputt.“ 😆
    Ein chinesisches Entwicklerstudio hat sogar ein neues Aufbaustrategiespiel namens „Dyson Sphere Program“ veröffentlicht, in dem man am PC seine eigene Dyson-Sphäre errichten kann:
    https://www.gamestar.de/artikel/dyson-sphere-program-spielvorstellung,3366249.html

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      ich stimme deinen Einwänden zur Darstellung des Scotty in allen Punkten zu. Meinen Eindruck für diese Episode beeinflusst das am Ende nicht, aber du hast vollkommen recht. Wenn ich daran denke, dass Schauspieler wie George Takei und DeForest Kelley irgendwann auch nicht mehr auftreten wollten, weil sie ihre Figuren für auserzählt hielten und wir nun dieses hier sehen mit Scotty, kann ich das auch verstehen.
      Danke, für das Fachwissen zur Sonne. Das Universum ist schon sehr beeindruckend und ehrfurchtgebietend. Ich sehe auch immer wieder gern Dokumentationen darüber. Das Video von „Kurzgesagt“ kannte ich noch nicht, aber den Kanal sehr wohl. Ich mag diese Videos, sehen auf den ersten Blick wie für Kinder gemacht aus, aber bieten viel Wissen und manchmal sehr lustige Kommentare, schön trocken vorgetragen.

      LG
      Chris

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