Folge 153 – TNG – Déjà vu

BOOM! Und alle sind tot! So hat noch nie eine Episode angefangen. Aber die Ereignisse, die dazu führen, finden wir in einer Pokerrunde, ins Geordis Ohr, bei Crusher daheim, in einem Buch und der Lucky Number Three. Doch wer nicht schnell genug handelt, endet in einem BOOM und alle sind tot. So hat noch nie eine Episode…. bald wären wir auch in einer Schleife gefangen, aus der wir auch in 90 Jahren nicht herausgekommen wären. Keine Sorge, unsere Besprechung kommt dafür schlank genug daher, keine Unendliche Geschichte.

2 Gedanken zu „Folge 153 – TNG – Déjà vu“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Ich höre jede Woche Stimmen… und zwar eure! 😉

    Soso, TNG wandelt also auf den Spuren von “Und täglich grüßt das Murmeltier”… Chris, ich gebe es gerne zu: Ich hatte auf so einen Spruch gewartet! Falls das zutrifft, haben wir es WIRKLICH mit einem Zeitparadoxon zu tun! Der Film “Groundhog Day / Und täglich grüßt das Murmeltier” kam nämlich am 12. Februar 1993 in die US-Kinos, also elf Monate NACH der Erstausstrahlung von “Cause and Effect”… 🎵 The X-Files-Theme playing 🎵

    Eric und Daniel haben den Film in einem wie ich finde sehr launigen Podcast besprochen:
    https://www.federation-cast.de/2019/02/02/cast-057-retro-film-review-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier/

    Ich finde es witzig, dass diese TNG-Folge so stark mit dem Film in Verbindung gebracht wird, obwohl er später entstand.

    Die Botschaft des Films ist glaube ich Phil Connors’ (Bill Murrays Charakter) Entwicklung: Am Anfang ist er verbittert und arschig. In der Zeitschleife stellt er zuerst jede Menge Unsinn an und nutzt die Situation aus. Danach merkt er, dass er der Schleife nicht entkommen kann und wird aggressiv, begeht durch einen Sprung vom Kirchturm sogar Suizid. Das Entscheidende daran ist, dass er bei jedem “Durchlauf” der Schleife etwas dazulernt und langsam zu einem besseren Menschen wird. Der Film hat eine ähnlich krasse und verrückte Ausgangslage wie “The Truman Show”, zeigt aber die Entwicklung seines Hauptcharakters und das gefällt mir.

    In der 4. Staffel von “Stargate SG-1” gibt es eine sehr schöne “Groundhog Day”-Episode mit dem Titel “Window of Opportunity / Kein Ende in Sicht”. Die Story läuft ähnlich ab wie in “Cause and Effect”, konzentriert sich aber eher auf Comedy. Es ist eine meiner Lieblingsfolgen der Serie, die ich mir immer wieder anschaue und darüber lache. Ja, der Humor fehlt in “Cause and Effect” tatsächlich.

    Moment, wieso beschwert sich Worf darüber, dass er beim Pokern sein Geld verliert? Ich dachte immer, im 24. Jahrhundert gäbe es kein Geld mehr! 😅

    Ich finde es super, wie lässig Captain Bateson in seinem Captain’s Chair sitzt.

    Saavik an Bord der Bozeman zu zeigen war eine coole Idee, hätte aber einen Logikfehler verursacht:
    “The Wrath of Khan” spielt im Jahr 2285. Darum kann Saavik an Bord der Bozeman nicht schon sieben Jahre früher (2278) in einem Zeit-Phänomen verschwunden/verschollen/steckengeblieben sein und erst 90 Jahre später zu Picards Zeit wieder auftauchen!

    Wie funktioniert Datas Nachricht, der er in die spätere Schleife schickt? Sie soll ihn dazu bringen, kurz vor der Kollision mit der Bozeman Rikers Vorschlag umzusetzen. Weil Riker drei Rangpins trägt und es zuvor mehrere Vorfälle gab, bei denen “ungewöhnlich viele Dreien” auftrat, findet Data die richtige Lösung. Vielleicht hat die Nachricht Data irgendwie dazu gebracht, die Pokerkarten so zu mischen, dass Gruppen aus jeweils drei Karten entstanden. Aber wie war das mit dem Schiffscomputer, der plötzlich ganze Kolonnen von Dreien anzeigte? Hat Data wegen der Nachricht unbewusst den Computer manipuliert? Ich habe die Folge schon länger nicht mehr gesehen, deswegen ist mir eventuell etwas entfallen. Ich finde die Folge insgesamt auch gut, 8 von 10 fluktuierenden Energiefeldern ist OK.

    Zum Thema “unschuldige Kinder-Charaktere werden in Horrorfilmen als Grusel-Element verwendet”:
    Du erwähnst den japanischen Film “Ringu” bzw. “Ring – Das Original” aus dem Jahr 1998, der eine Verfilmung des 1991 erschienen Romans “Ringu” von Kōji Suzuki ist. Es gab aber auch schon viel früher US-Produktionen, in denen dieses Trope benutzt wurde. Dabei denke ich z.B. an die Anthology-Serie “The Twilight Zone”, die zwischen 1959 und 1964 ausgestrahlt wurde. Die 8. Folge der 3. Staffel heißt “It’s a Good Life” und handelt vom 6-jährigen Jungen Anthony, der gottgleiche Kräfte besitzt und ein ganzes Dorf wie ein Diktator beherrscht. Jedem, der es wagt, sich ihm zu widersetzen, tut er mit seinen paranormalen Fähigkeiten furchtbare Dinge an. Hier ist ein englisches Review zu dieser Episode:
    https://www.youtube.com/watch?v=SNtGmh0qYjs

    Diese Story wurde bei den Simpsons in einer “Treehouse of Horror”-Folge schön parodiert.

    Im berühmten Film “Village of the Damned / Das Dorf der Verdammten” von 1960 bedrohen gruselige Kinder mit glühenden Augen und übernatürlichen Kräften die Menschheit:
    https://www.youtube.com/watch?v=YW6DDWfmJMA

    Auf dieser Liste darf natürlich der Bestseller-Roman “The Exorcist” von William Peter Blatty aus dem Jahr 1971 nicht fehlen. Er wurde schon 1973 mit Linda Blair und Max von Sydow verfilmt und gilt bis heute als einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Ich mag ihn zusammen mit den anderen beiden anderen 70iger Jahre-Horrorklassikern “Halloween” (1978) und “Alien” (1979) auch sehr. Über diesen Roman und Film kann man wirklich lange diskutieren! 😉

    Stephen King bediente sich des Themas ebenfalls, z.B. in seiner Kurzgeschichte “Children of the Corn / Kinder des Mais” von 1977. Dort verehrt eine Gruppe mordender Kinder einen Dämon, der in Maisfeldern lebt. Im Roman “Firestarter / Feuerkind” von 1980 verfügt das Mädchen Charlene über die Fähigkeit, per Gedankenkraft Feuer zu entfachen. Beide Geschichten wurden verfilmt.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      ach Mist, habe ich mich wieder geirrt. Irgendwie wusste ich, dass es in der gleichen Zeit anlief, aber auch noch davor… 😉

      Alle deine Filme, die du angesprochen hast, kenne ich! Ich find die auch alle super. Ich liebe Halloween und Alien sehr! Die Folge von Stargate wollte ich erst auch ansprechen, habe es aber gelassen. Aber ich liebe diese Folge auch und selbst Anja kennt sie. Wir sind mittlerweile in Staffel 5 von SG1 angekommen, für Anja ein Kennenlernen, für mich ein längst überfälliger Rewatch. Bei Saavik hätte ich mal noch tiefer recherchieren können, ob das überhaupt möglich gewesen wäre, aber eigentlich liegt der Ball aufseiten der Macher, die einst vorschlugen, Saavik auf diese Weise in TNG einen Mini-Auftritt zu verschaffen.

      Zum Thema Kinder in Grusel: ich werfe da noch mal die ersten paar Staffeln von Supernatural in die Schale, da tauchten auch immer mal wieder gruselige Kinder auf, die die Erwachsenen mitunter sehr zum Schwitzen gebracht haben!

      LG
      Chris

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