Folge 140 – TNG – Das Recht auf Leben

Schneeflöckchen, Weißröckchen… Nein, es ist noch nicht Weihnachten, aber die Enterprise hat zum zweiten Mal die Riesen-Schneeflocke rausgeholt. Außerdem machen wir uns Sorgen, über die Hotelleistungen auf dem Flaggschiff, denn schließlich will niemand sein ihm/ihr zugewiesenes Quartier aufsuchen. Ob es da schlimme Gerüchte gibt in der Flotte?!

Was hat die heutige Folge mit Disney zu tun?

Fragen über Fragen – viel Spaß, wie immer!

Ein Gedanke zu „Folge 140 – TNG – Das Recht auf Leben“

  1. Hi Anja, Hi Chris!

    Ich bewerte “Silicon Avatar / Das Recht auf Leben” nicht so milde wie ihr. Das liegt u.a. an Dr. Marr, die ich sehr unsympathisch finde. Sie kommt an Bord und ist Data gegenüber sofort feindselig eingestellt, damit macht sie sich bei mir gleich zu Anfang unbeliebt. Außerdem teilt Dr. Marr ihre Forschungsergebnisse mit keinem anderen Wissenschaftler. Sie ist ein unkooperativer Charakter, wohingegen Star Trek uns immer wieder zeigt, wie man Probleme durch Kooperation löst. Das alles trägt nicht dazu bei, dass ich sie mag. Vielleicht entspricht das sogar der Intention der Autoren, aber ich kann mit ihr wenig anfangen.

    Im Laufe der Folge wird klar, dass Dr. Marr den Tod ihres Sohnes nicht verarbeitet hat. Die Szene mit Data, in der er mit Raymonds Stimme spricht, finde ich sehr gut gespielt. In diesem Moment hoffte ich, sie würde auftauen und mir nahegebracht werden. Am Ende zeigt sie aber, dass sie nur auf Rache aus war und ihr einziges Ziel darin bestand, das Kristallwesen zu töten. Das ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber es ist kein Grund, sie zu mögen. Insgesamt ist Dr. Marr für mich ein schwieriger Charakter, zu dem ich keine richtige Verbindung aufbauen kann. Die anderen Charaktere treten ziemlich in den Hintergrund, selbst Picard hat wenig zu tun. Auch das finde ich schade, weil bei so einem Thema meiner Meinung nach mehr Diskussionen angebracht wären.

    Über das Kristallwesen habe ich mir ein paar Gedanken gemacht. Es transformiert alle Lebewesen auf der Oberfläche eines Planeten in Energie, von der es sich ernährt. Außerdem ist es riesig und kann mit Warpgeschwindigkeit fliegen. Damit erinnert es mich an die Weltraumamöbe aus “The Immunity Syndrome / Das Loch im Weltraum” und an die Wolke in “Obsession / Tödliche Wolken”. Wie entstehen solche Wesen? Sie können sich nur entwickeln, weil sie genug Nahrung finden. Das Kristallwesen hat (vermutlich innerhalb der letzten Jahrzehnte oder Jahrhunderte) mindestens elf Planeten angegriffen und dort alles Leben zerstört. Ich finde diese Idee krass, weil das Wesen einen gewaltigen “Hunger” hat und sehr viele Planeten mit Ökosystemen braucht, um zu überleben. Wie viele dieser Wesen (Weltraumamöben, tödliche Wolken, Kristallwesen) existieren in der Milchstraße? Sind es dutzende oder hunderte? Ähnlich wie bei den Borg muss man annehmen, dass diese Wesen auf zahlreichen Planeten unzählige Spezies ausgelöscht haben. Ob das die Vernichtung der ganzen Spezies rechtfertigt, wage ich trotzdem nicht zu beurteilen. Die Episode würde mir jedenfalls besser gefallen, wenn Dr. Marr ihre Meinung im letzten Moment geändert hätte.

    Gefallen haben mir der Rückgriff auf das Kristallwesen, welches in “Datalore / Das Duplikat” eingeführt wurde, das Schauspiel (besonders von Ellen Geer) und das CGI. Ich vergebe für “Silicon Avatar / Das Recht auf Leben” 6 von 10 Antiprotonen.

    LL&P
    2Voq

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