Folge 132 – TNG – Odan, der Sonderbotschafter

Parasiten, Symbionten…. wo ist da der Unterschied?! Vogelfutter oder Alienrasse?! Wer weiß das schon?!

Heute wird’s heftig – zuerst beinahe einen Bitchfight im Beautysalon ausgelöst (vielleicht wollte Troi auch ihre Hände bloß in Palmolive baden) sind wir plötzlich bei einem kleinen Würmchen, der unserer Dr. Crusher einen Tiefschlag nach dem nächsten verpasst. Kann denn keiner Rücksicht nehmen auf eine Schwangere? Oder bring ich da was durcheinander?!

Trotzdem viel Spaß! Wir müssen uns erstmal sortieren…

2 Gedanken zu „Folge 132 – TNG – Odan, der Sonderbotschafter“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Eure Stimmen hören sich tatsächlich anders an als bisher! Ich finde es aber sehr angenehm.

    Ich wollte euch zurufen: “Der ‘stumme Vermittler’ hieß Riva!!!”

    Der Konflikt zwischen den Bewohnern der beiden Monde inklusive dem Absaugen der Energie des einen Mondes erinnert mich sofort an Mel Brook’s “Spaceballs”! 😅

    Als ich Mitte der 90iger anfing, mich nach TOS und den TOS-Filmen für das damals neue Star Trek zu interessieren, war DS9 der heiße Scheiß. Von Klassenkameraden hatte ich den Tipp bekommen, da mal reinzuschauen, weil auf dieser Raumstation die eine oder andere hübsche junge Frau rumläuft, was sich dann auch bewahrheitete. Darum wurde mein erster Eindruck der Trill als Spezies von Terry Farrell alias Jadzia Dax geprägt und das ist bis heute der Fall. Erst viel später erfuhr ich durch das konsequente Anschauen aller TNG-Folgen in der richtigen Reihenfolge, dass dieses Volk schon früher eingeführt worden war. “Odan, der Sonderbotschafter” wirkt auf mich immer noch wie ein Fremdkörper, weil sie die Trill so anders darstellt als es später der Fall ist. Ich finde die Darstellung der Spezies in DS9 zwar nicht fehlerfrei, weil es auch dort wenn ich mich nicht täusche einige Widersprüche gibt, aber hier sind sie einfach uninteressanter.

    Chris, danke für die Erwähnung des Vogelfutters! Wir hatten damals Wellensittiche, von denen einer entflogen ist und ein anderer auf tragische Weise ums Leben kam. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie sie im Zimmer herumflogen und auf unseren Köpfen landeten, wobei sie mir mit ihren Krallen in die Kopfhaut pikten. Meine Mutter benutzte eine Blechdose mit der Aufschrift “Trill” zur Aufbewahrung des Futters. Hier kann ich wieder den Titel einer Star Trek-Folge anbringen: “Wie schnell die Zeit vergeht”.

    Das Liebesdrama funktioniert für mich auch zum größten Teil, aber mein Problem ist hier Odan und seine Trill-Natur. Wie ihr schon sagt, finde ich es nicht nachvollziehbar, dass er die ganze Zeit über mit seinem Parasiten/Symbionten hinter dem Berg gehalten hat und dass Beverly, obwohl sie Sex (!) mit ihm hatte, nicht dahinter gekommen ist, was es mit den Trill eigentlich auf sich hat. Kann Odan überhaupt behaupten, Bev wirklich zu lieben, wenn er ihr diese Tatsache einfach verschweigt? Nach der “Enthüllung” wirkt er uneinsichtig und sogar übergriffig, weil er sofort körperlichen Kontakt zu ihr sucht und sie das verständlicherweise nicht möchte. In einer guten Liebesgeschichte kann ich die Gefühle ALLER Liebenden verstehen und nicht nur die einer Seite. Odan kommt mir vor wie ein egoistisches Arschloch, das seiner Freundin Bev aus welchen Gründen auch immer entscheidende Informationen vorenthalten hat. Mein Mitgefühl für ihn hält sich darum in Grenzen und ich leide viel stärker mit ihr. Ich kann zwar Bevs Verlangen nach Odan verstehen, aber an ihrer Stelle würde wahrscheinlich mein Zorn auf Odan überwiegen und für Riker empfindet sie ja ohnehin keine Liebe und Leidenschaft. Körperliches Verlangen bezieht sich eben auch auf den Körper, also das äußere Erscheinungsbild einer Person. Odans vorheriger Trill-Wirt und Riker sehen sich aber nicht mal im Entferntesten ähnlich! Hat sich Beverly trotzdem so stark zu ihm hingezogen gefühlt, weil sie wusste, dass er in Rikers Körper steckt? Übertrifft diese Anziehung ihren Respekt für den Freund und Kollegen Will? In meinen Augen ist das nicht schlüssig.

    Odans Heimlichtuerei geht mir gehörig auf den Senkel! Wieso sagt der Typ nicht einfach, was Sache ist? Es gibt doch wirklich keinen Grund, sein Dasein als vereinigter Trill geheimzuhalten. Wie ihr selbst sagt, verspielt er dadurch jegliches Vertrauen, das er sich über die Jahre erarbeitet hat. Odan ist leider der schwächste Charakter in dieser Story, weil ich seine Motive beim besten Willen nicht verstehe. Seine Charakterzeichnung wirkt auf mich halbherzig und unfertig. OK, die Verhandlungen sind beinahe nebensächlich, aber die Nachvollziehbarkeit der Liebesgeschichte zu Beverly leidet extrem darunter und auch Beverly leidet extrem unter dieser Geheimhaltung, für die es keinen Grund gibt. Ärgerlich!

    Seltsam ist auch, wie wenig die Föderation/Sternenflotte über die Trill weiß, obwohl man ihnen anscheinend großes Vertrauen entgegenbringt und sie als Vermittler bei Verhandlungen einsetzt, mit denen ein drohender Krieg verhindert werden soll. Mir ist das alles zu konstruiert. Es dient nur dazu, um auf künstlichem Weg einen Konflikt herbeizuführen. Dieser Konflikt ergibt sich aber nicht organisch, sondern durch bestimmte unlogische Voraussetzungen, die ich schlicht und ergreifend akzeptieren muss.

    Auf der emotionalen Ebene funktioniert die Geschichte. Ich finde es auch schön, dass sie zu Beginn heiter und lustig, aber gegen Ende ernst und traurig ist. Beides wird glaubwürdig vermittelt, das haben sie gut gemacht. Mir gefällt außerdem, dass Beverly im Vordergrund steht und sie mal aus der zweiten Reihe hervortreten darf.

    Ich vergebe für “Odan, der Sonderbotschafter” sieben von zehn Symbionten.

    Von Gates McFaddens Schwangerschaft zur Zeit der Dreharbeiten wusste ich nichts und war überrascht, weil man ihr das wirklich in keiner Szene ansieht. In zwei späteren Serien sind ebenfalls Hauptdarstellerinnen schwanger. In der einen Serie wird die Schwangerschaft auf sehr kreative Weise in die Story eingebaut, in der zweiten Serie versucht man es wie hier mit einem weiten Mantel zu kaschieren (was meiner Ansicht nach misslingt).

    Interessant ist, dass die Folgen mit Botschaftern und Diplomaten grundsätzlich emotionale Beziehungsgeschichten sind: “Der stumme Vermittler” mit der Beziehung zwischen Riva und Deanna war emotional, “Klingonenbegegnung” mit der Beziehung zwischen Worf und K’Ehleyr war emotional, “Der Telepath” mit der Beziehung zwischen Tam Elbrun und Gomtuu war emotional, “Botschafter Sarek” mit Sareks Krankheit, durch die er Jean-Lucs Hilfe benötigt, war emotional und “Odan, der Sonderbotschafter” ist auch so eine Story. Fazit: Zückt die Taschentücher, wenn Botschafter an Bord kommen!

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      Danke für deine Rückmeldung bzgl. unserer neuen Aufnahmetechnik. Wir sind da immer noch am Optimieren, was Tragekomfort und Handling angeht und sind selbst überrascht, wie gut es mit denen neuen Dingern klappt, gerade weil es eben nicht die teuren Superduper-Dinger sind (müssen es auch nicht immer sein, gerade weil unser Budget recht knapp ist).

      Mein sehr spätes Beilied zum tragischen Verlust eures Wellensittichs. Wir hatten über die Jahre insgesamt drei Vögel, von Krallen in die Kopfhaut kann ich zum Glück nichts berichten, aber es war uns eine Lehre, keine Essensreste oder Frischobst offen liegen zu lassen, wenn man noch vorhatte, sie zu essen. Da war dann ganz schnell mal ein Tupfer drauf, den ein Vogel im Vorbeiflug dagelassen hat. Ziemlich beschissen das alles 😉

      Bei deinen Ansichten Odans stimme ich zu – danke für die Erweiterungen zu unserer Meinung.
      Bei Botschafterfolgen müssen wir echt mal vermehrt drauf achten, sauber sind die alle nicht, nicht mal im entfernten Delta-Quadranten (muss gerade spontan an diesen Suchthammel denken, der noch nie leckeres Essen oder Alk gekostet hat und sich übelst zulaufen ließ). Die eine weitere Schwangerschaft, die du erwähnt hat, ja die wurde sehr clever umgesetzt, die andere hingegen, da hast du recht, die wurde sehr sehr schlecht kaschiert. Selbst mir als Kleiner ist das aufgefallen, ich habe allerdings nicht “die ist ja schwanger” ausgerufen, sondern nur, “ist die dicker geworden? Was soll dieser langer blöde Mantel? Dann macht eben die Heizung an!”.

      LG
      Chris

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