Folge 097 – TNG – Die alte Enterprise

Herzlich Willkommen zur ersten Episode im neuen Jahr! Wir starten 2020 mit einer wahren Perle, voller Zeitverschiebungen, einem Bad Ass-Picard, Dingen, die man anderen über ihr Schicksal vielleicht gar nicht mitteilen sollte, dem Wiedersehen einer alten Bekannten und einer Barkeeperin, die mehr weiß, als möglich sein sollte.

Wir wünschen viel Spaß mit der gestrigen Enterprise – schon heute!

3 Gedanken zu „Folge 097 – TNG – Die alte Enterprise“

  1. Hallo Anja, Hallo Chris!

    Der Feierabend ist bekanntlich der schönste Abend. Was macht einen Feierabend noch schöner? Natürlich ein Podcast zu einer tollen Star Trek-Folge! Wenn ihr mit so einem Schwergewicht ins neue Jahr startet, dann kann es nur gut werden!

    Spannend find ich die Tatsache, dass bei derart chaotischen Produktionsbedingungen trotzdem so eine grandiose Episode herauskam. Viele Köche verderben den Brei, aber Ausnahmen bestätigen die Regel!

    Zu der Eröffnungsszene mit Worf und Guinan im Zehn Vorne habe ich eine Frage. Wie ihr schon sagt, lacht er hier zum ersten Mal. In “Der Kampf um das klingonische Reich Teil I” gibt es eine ähnliche Szene mit den beiden. Dort wird Worf von Guinan gefragt, wieso sie ihn noch nie lachen gehört hat! Haben sich die Autoren da einfach keine Gedanken gemacht? Ich finde es ziemlich irritierend, in zwei aufeinanderfolgenden, wichtigen Episoden diesen Widerspruch zu sehen. Mich hat das jedenfalls schon immer gestört.

    Ich finde die Szene auf der Brücke der Enterprise-D, in der die Enterprise-C aus der Anomalie herausfliegt und dadurch die (aus ihrer Sicht) alternative Zukunft entsteht, einfach nur mega-super-hyper-endgeil!!! Es sieht so aus, als ob die Szene für eine Sekunde zwischen den beiden Realitäten/Zeitlinien hin- und herspringt, danach kommt dieser weiße Lichteffekt um Picards Kopf und wir befinden uns im düsteren Kriegsszenario. Mir rollen sich noch heute die Zehennägel hoch, wenn ich das sehe! Wie genau ich zu TNG kam, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls mochte ich die Serie als TOS-Veteran am Anfang gar nicht. Schauspieler, Design, Atmospähre, Storys… alles war anders als beim originalen “Raumschiff Enterprise”! Einer der ersten “erfolgreichen” Kontakte mit TNG war glaube ich “Treffen der Generationen”. Der hat es dank Kirk geschafft, mich mit TNG zu versöhnen. “Die alte Enterprise” war dann die erste TNG-Episode, die mir richtig gut gefiel und daran hat sich bis heute nichts geändert. Für mich ist diese eine Szene der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist einer der besten Momente im Star Trek-Universum.

    Großartig ist auch, wie die Autoren die Story weitererzählen. Wir nehmen ja Guinans Perspektive ein, denn nur sie und der Zuschauer wissen, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Die Bartenderin, ein Nebencharakter, der bisher schon für einige schöne Szenen gesorgt hat, rückt damit in den Fokus.

    Das Verplappern von Beverly finde ich auch toll! Picard ist noch ganz bedächtig, als er die Enterprise-C ruft. Er möchte “alle Diskussionen darüber, wann und wo sie sich befinden” vermeiden. Aus seiner Sicht ergibt das Sinn, aber wie lange kann man das durchhalten?

    Die Verfilmung von “Langoliers” beeindruckte mich damals, Ende der 90iger, total! Heute finde ich das CGI aber richtig schlecht.

    Ich sehe bei “Die alte Enterprise” starke Parallelen zu “Griff in die Geschichte”. In beiden Episoden geht es um eine Zeitreise, die eine alternative Zeitlinie erzeugt. In beiden Episoden erlebt ein Hauptcharakter eine Romanze mit einem Nebencharakter aus der Vergangenheit. In beiden Episoden besteht die Mission der Crew darin, eine “kaputte” Zeitlinie wiederherzustellen. Einen großen Unterschied gibt es aber! Für Kirk & Co. war es glasklar, dass sie die Vergangenheit so hinbiegen müssen, wie sie in “ihren” Geschichtsbüchern steht. Picard allerdings möchte zuerst jeden Kontakt mit der Enterprise-C vermeiden und warnt Riker vor den möglichen Konsequenzen eines Eingriffs in die Zeitlinie. Bei der Diskussion im Konferenzraum stellt er die Frage, ob die Veränderung der Vergangenheit sinnvoll ist. Bei TOS war das nicht so.

    Worf hat uns schon verraten, dass seine Eltern von Romulanern getötet wurden. Der klingonische Außenposten auf Narendra III wurde von den Romulanern angegriffen. Jetzt kann man 2 und 2 zusammenzählen und weiß, wer auf Narendra III lebte!

    Ja, Zeitreisen sind immer unlogisch. Trotzdem stellen sie bei Star Trek einen Erfolgsfaktor dar. Ich finde aber, dass die Macher es mit diesen Storys teilweise echt übertrieben haben. Es gibt in jeder Star Trek-Serie Zeitreisen und auch in mehreren Kinofilmen griff man darauf zurück. Das gipfelte in der 2. DISCO-Staffel, in der Mama und Tochter Burnham mit dem Zeitreise-Anzug und den Zeitkristallen wie wild kreuz und quer durch die Zeit springen, um die Zeitlinie wiederherzustellen… und mir eine Portion Kopfweh zu servieren! Habe ich das Wort “Zeit” eigentlich schon erwähnt? “Wir haben doch keine Zeit!”, “Kommt Zeit, kommt Rat” und “Zeit ist Geld (auch bei Star Trek)”.

    Ich hoffe, dass ihr zusammen mit euren Lieben sanft ins neue Jahr hinübergelitten und nicht auf glatten Straßen ausgerutscht seid!

    LL&P

    2Voq

    1. Hi 2Voq und ein wunderbares neues Jahrzehnt wünschen wir dir!

      Hinübergelitten haben wir zum Glück nicht (Freud’scher Vertipper, hehe?!), wir haben es uns sehr gemütlich gemacht. Dicke Party wollten wir alle nicht, dafür waren wir auch nicht besonders gesund. Wir hoffen, dir erging es auch sehr gut.

      Auch wir mögen Zeitreisen sehr gerne, trotz der Logikfehler,… manchmal sogar auch wegen der Problematik, eines der wenigen Beispiele für gute Kopfschmerzen. Nicht so wie bei den schlimmen Effekten von “The Langoliers”, aber was soll man bei einem mageren TV-Film-Budget auch erwarten. Ich liebe ihn trotzdem, er ist hervorragend gespielt und dennoch so herrlich trashig.
      Wenn du Zeitreisen magst, sieh dir mal den Film “Predestination” an. Da schwirrt einem irgendwann gehörig die Birne, weil da einfach alles ineinander verzahnt wurde. ALLES!

      Zu Worf: wenn ich recht informiert bin, sind Worfs Eltern aber nicht bei Narendra III umgekommen, sondern auf Khitomer. Worf wurde auf Qo’nos geboren und Mogh zog, ich glaube beruflich, nach Khitomer und dort starteten die Romulaner eine Offensive (ich gehe jetzt nicht sehr ins Detail, Anja liest mit und soll nicht gespoilert werden). Worf mit seinen 4 Jahren war einer der ganz wenigen Überlebenden und wurde folglich von den Rozhenkos in Russland aufgezogen.

      Narendra III war auch klingonisch und wurde überfallen, wahrscheinlich ist das ne Großoffensive gewesen, Narendra III und Khitomer als zwei von vielen Planeten, die angegriffen wurden. Ich bin nicht ganz sicher ob das so erklärt wird, aber von der Zeit (2340er-Jahre) passt es ganz gut.

      LG
      Chris

      1. Hallo Chris!

        Du hast vollkommen recht, Worf lebte mit seiner Familie auf Khitomer. Wahrscheinlich habe ich es wegen der von dir erwähnten zeitlichen Nähe mit dem Angriff auf Narendra III verwechselt.

        LG

        2Voq

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