Folge 096 – TNG – Noch einmal Q & Riker unter Verdacht

In unserer Jahresabschlussfolge treffen wir zunächst auf Q, der Lachen als beste Medizin verabreicht, um dann zusehen zu müssen, wie Riker des Mordes an Dr. Oetker verdächtigt wird.

Außerdem müssen wir uns von lieb gewonnenen Personen verabschieden und geben Euch guten Grund genug, uns auch in 2020 weiter zu hören.

Schöne Feiertage und guten Rutsch. Viel Spaß!

7 Gedanken zu „Folge 096 – TNG – Noch einmal Q & Riker unter Verdacht“

  1. Hi Anja und Chris!

    Zu den beiden TNG-Episoden habe ich nichts hinzuzufügen und bin wieder einmal vollkommen eurer Meinung. Darum gehe ich auf die Nebenaspekte der Diskussion ein.

    Ich mag Gerichtsfilme (im Englischen: “Courtroom Drama” oder “Legal Drama”) wirklich sehr. Da kommen mir gleich die Klassiker wie “Zeugin der Anklage” mit Marlene Dietrich, “Die 12 Geschworenen” mit Henry Fonda und “Wer den Wind sät” mit Spencer Tracy in den Sinn. Sie sind im wahrsten Sinne “kammerspielartig” und begeistern durch Story, Plot, Drehbuch, Charaktere, Schauspieler, Schnitt und Regie. Es gibt kaum Kulissen, Kostüme, Masken und auch kein tolles CGI oder Action, die mich irgendwie ablenken könnte. Falls hier irgendwo ein Logikloch entsteht oder eine Figur unglaubwürdige Dinge tut, merke ich es! Das bedeutet nicht, dass alle anderen Filme schlecht wären, trotzdem hat dieses Genre durch die Ernsthaftigkeit und Konsequenz in der Handlung seinen Reiz.

    “Die Jury” habe ich ein Mal gesehen und fand ihn leider richtig schlecht! Er entspricht überhaupt nicht dem, was ich von so einem Film erwarte. Ich konnte zwar erkennen, dass es in die Richtung der klassischen Gerichtsdramen gehen sollte, aber für mich hat es gar nicht funktioniert. Es wird viel mit den Emotionen des Zuschauers gespielt, am Ende fällt dann jedoch alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es kann natürlich sein, dass ihr es anders sehen werdet und ich nur zu kritisch bin. Ich schreibe auch nicht mehr darüber, um euch nicht zu spoilern. Falls ihr den Film demnächst mal anschauen wollt, dann tut es und teilt mir danach bitte mit, wie ihr ihn findet!

    Ich bewerte jede Geschichte auf dieselbe Art und Weise, egal ob es ein Roman, ein Comic, ein Film oder eine Serienepisode ist. Ich schaue mir den Anfang und das Ende an und frage mich, ob beides zusammenpasst. Stephen King ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er einfach unheimlich gute Geschichten schreibt. Ein oder zwei Romane gefielen mir zwar nicht, aber zu meinen Favoriten kehre ich immer wieder zurück. Vor kurzem hatte ich “Dead Zone – Das Attentat” zum wiederholten Mal gelesen. Wie es bei Stephen King üblich ist, fängt die Story harmlos an. Das Ende ist total krass und traurig, aber auch befriedigend. Das Wichtigste ist: Es ergibt für mich Sinn. Bei “Die alte Enterprise” habe ich ein ganz ähnliches Gefühl. Die Folge lässt mich leicht verwirrt und verstört zurück und ich kann es nicht zu 100% nachvollziehen. Dennoch (oder vielleicht gerade deswegen) gefällt sie mir. “Die Jury” ist das genaue Gegenteil davon, da sehe ich zwar viel Tamtam, aber keine Substanz.

    Chris, bist du bei Meister Yoda in die Lehre gegangen? Du hast mich sehr an ihn erinnert! “Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.”

    Von den sieben Todesfällen hatte ich nur drei mitbekommen. Lursa und B’Etor konnte ich nie auseinanderhalten! Jetzt kann ich’s endlich, weil Barbara March, die Darstellerin von Lursa, 2019 gestorben ist. Gwynyth Walsh, die Darstellerin von B’Etor, lebt aber noch. Ich schließe mich eurem Nachruf an. Die Würdigung dieser Menschen und ihrer Arbeit finde ich sehr schön!

    LL&P

    2Voq

    1. Hi 2Voq,

      ersteinmal wünschen wir dir und deinen Lieben auch ein ganz großartiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins nächste Geek-Jahr,… Verzeihung, Geek-Jahrzehnt!

      Zu deinem vorherigen Kommentar: Ich (Chris) bin ein großer Fan von Kammerspielen aller Art! Ob Cube (ja, ich weiß, da hapert es mit der Logik) oder so schräge Sachen wie “Der Gott des Gemetzels” – sehr gerne auch Gerichtsdramen. Gerade der von dir angesprochene “Die 12 Geschworenen” finde ich mega. Ich mag beide Versionen, sowohl die Version von 1957, die du angesprochen hast und den mit Edward James Olmos von 1997 (von William Friedkin).
      Deine Meinung von Die Jury kann ich sehr gut verstehen. Gerade das Ende muss man mögen oder auch nicht, denn mit korrekter Rechtssprechung hat das nichts zu tun! Der Film will unbedingt emotional sein und ein Diskriminierungs-Statement abgeben, leider zulasten einer gut aufgebauten Story und eines schlüssigen Endes. Ich glaube, ich habe den damals aus so einer sehr emotionalen Laune heraus geguckt und da hat er mich abgeholt. Da bin ich auch heute noch, wenn ich den Film sehe. Es gibt einfach Filme, die mag ich trotz der berechtigten Kritik, die ich selbst auch habe.

      Deine Ansichten von Storytelling finde ich sehr gut und nachvollziehbar. Ich schreibe ja selbst etwas und da sind mir gerade diese Aspekte sehr wichtig. Ich habe mal etwas geschrieben, da habe ich bewusst Anfang und Ende nach dem exakt gleichen Muster aufgebaut, nahezu die selben Figuren mit ähnlichen Dialogen, aber anders interpretiert, weil man die Entwicklung jeder Figur spüren sollte. Hat sehr gut funktioniert, weil es dem Ganzen einen schönen Rahmen gegeben hat und es hat auch allen Leuten gefallen, die es gelesen haben. Insofern bin ich da total bei dir, solche Dinge sind sehr wichtig, auch für mich!

      Der Yoda ich nicht bin 😉
      Diese Sache mit dem Versuchen kommt eher von einem Sprach- und Verhaltenswissenschafter, mit dem ich mich mal vor längerer Zeit beschäftigt habe. Der hat ganz interessante Dinge gesagt über menschliches Verhalten und Sprache, und wie beide Dinge eng miteinander zusammenhängen. Gerade in diesem Punkt wurde es mir sehr deutlich, denn er war der Ansicht, “versuchen” sei ein ganz schlimmes Wort, weil es nicht nur das Nichttun einer Sache beinhalte, sondern auch das Nichttunwollen. Das sieht man dann am Verhalten einiger Leute sehr gut, dass sie sich mit dem Versuch eigentlich nur sagen wollen, ich hab’s versucht, aber hat nicht geklappt, naja, so ist das eben! Entweder will man was, oder nicht. Und ich fand das sehr inspirierend.

      Nun denn, genug der Worte, wie gesagt, auch wir wünschen ein ganz tolles Weihnachts- und Silvesterfest und freuen uns, auch im nächsten Jahr von dir zu lesen.

      LG
      Chris und Anja

      1. Hi Chris,

        wenn dich ein Film emotional berührt und darum aus deiner Sicht funktioniert, ist das ok. Solche Filme habe ich auch. Bei einem Gerichtsdrama identifiziere ich mich aber mit den Charakteren, also Juristen, Geschworenen, Zeugen und Angeklagten. Da spielt die Logik einfach eine sehr große Rolle. Diese Prozesse und Filme sprechen natürlich auch die Emotionen an, schließlich möchte man die Menschen überzeugen und das geht am besten über Emotionen.

        Wenn ich mir die Filme dieser Art wie z.B. “12 Angry Men”, “Inherit the Wind” oder “To Kill a Mockingbird” ansehe, dann ist die Botschaft sehr liberal: Gegen die Todesstrafe, gegen religiösen Fanatismus und Rassismus etc. Die Filme gefallen mir nicht zuletzt deshalb. Sie sind eben auch sehr gut inszeniert, gespielt usw. Wenn es aber einen Gerichtsfilm gäbe, der handwerklich und technisch alles richtig macht, aber aus konservativer Sicht geschrieben wurde, dann könnte die Botschaft am Ende z.B. auch pro Todesstrafe ausfallen. Das würde ich dann vielleicht rein gefühlsmäßig ablehnen, obwohl ich damit ja eigentlich meinen Prinzipien widersprechen würde.

        Es gibt noch einige Gerichtsverhandlungen bei Star Trek. Auf die freue ich mich schon! 😀

        MfG

        Michael

        1. Hi 2Voq,

          Ach herrje, da habe ich ja was angefangen, hihi.
          Richtige Geschichten sind lange her, aber hier findet man ein paar meiner Jugendsünden, die teils noch in den 1990er Jahren entstanden sind und erst auf Bitten eines Freundes nach und nach online gingen:
          http://www.webstories.eu/autoren/portrait.php?p_id=3118

          Ansonsten habe ich einige Theaterstücke geschrieben, die dann eher nach dem Muster entsprechen, wie ich es zuletzt beschrieben habe und teils auch aufgeführt wurden. Sogar mit recht großem Erfolg.
          Ich verdinge mich aktuell eher ein bisschen mit dem Schreiben von Drehbüchern und Drehbuch-Entwürfen, da ich nebenher noch das aufwendige Hobby Filmen habe, da meist aber eher dokumentarisch unterwegs bin im Auftrag für andere, weshalb man die meisten meiner (v. a. guten) Arbeiten nicht im Netz finden wird.

          Unter dem Webstories-Link findest du ein paar meiner ganz frühen, ziemlich seltsamen Ergüsse, für die man sich eigentlich schämen sollte. Aber ich finde es irgendwie lustig mittlerweile. Darunter findest du auch meine allererste Story, natürlich eine Star Trek-Geschichte, die ich als Teenager schrieb, noch voll Old School auf Papier. Bitte aber keine Kommentare drunter schreiben, ich treibe mich auf dieser Website gar nicht mehr rum und würde es nicht mitbekommen. Wenn du dich danach fühlst etwas zu kommentieren, gern per Mail an mail@tilly-vs-spock.de

          Viel Spaß (mal sehen) und auf jeden Fall nochmal gern Frohe Weihnachten an alle Hörerinnen und Hörer.
          Eure Anja und Chris

          1. Hi Chris,

            danke für den Link! Ich habe es schon mal überflogen. Du schreibst über das, was du kennst (Krankenhäuser & Star Trek) und wendest damit eine Regel an, die Stephen King in seinen Büchern gern erwähnt.

            MfG

            2Voq

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